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Unsere Kooperativen

Asien

Indien

Tea Promoters India

Tea Promoters India (TPI) ist ein sozialer Tee-Händler, der 2006 die Teebauernkooperative Potong beim Wiederaufbau eines Teegartens unterstützt hat. Das Unternehmen ist zu 25 % Mitbesitzer des Teegartens und kümmert sich um den Export.

Nachhaltiger Tee-Anbau im Kooperativenverband

Die Pflückung im Teegarten erfolgt von Hand und mit großer Sorgfalt. Bei der manuellen Teeernte werden jeweils die obersten, frischen Blattspitzen gepflückt. So wird die hohe Qualität gewährleistet. Das Gelände umfasst eine Gesamtfläche von etwa 400 Hektar, doch nur ein Drittel hiervon wird mit Teepflanzen bewirtschaftet. Auf der restlichen Fläche gibt es viele alte Baumbestände, die von der Kooperative bewahrt werden. Dies ist wichtig für die nachhaltige Nutzung des Teegartens, denn die Bäume spenden Schatten und schützen die steilen Hänge vor Erosion.

Gemeinsame Kalkulation und soziale Projekte

Mit der Fairhandels-Prämie für soziale Projekte, finanzieren die Teebauern eine Verbesserung der Gesundheitsvorsorge, Fortbildungen oder Schulstipendien für ihre Kinder. Eines der langfristigen Ziele ist der Aufbau einer eigenen Verarbeitungsanlage für den Tee. Die Einkaufspreise für die verschiedenen Darjeeling-Tees, werden gemeinsam von den Teebauern und TPI vor Ort kalkuliert. So kann gewährleistet werden, dass die Produktion des Tees kostendeckend ist und weitere wichtige Investitionen in die Zukunft des Teegartens möglich werden.

FAIR GIFT

Die indische Fairhandels-Organisation Fair Gift unterstützt etwa fünfzehn Produzentengruppen in Südindien bei der Vermarktung und dem Verkauf ihrer Handwerksprodukte.

Faire Geschenke: Von Kunsthandwerk bis Palmzucker

Der Name Fair Gift bedeutet "Faires Geschenk" und ist somit Programm. Die Organisation wurde 2013 gegründet und hat sich das Ziel gesetzt, den Bekanntheitsgrad des Fairen Handels zu vergrößern und den Markt für indisches Kunsthandwerk auszubauen. Fair Gift arbeitet mit verschiedenen Produzentengruppen zusammen, die unter anderem Räucherstäbchen, Spielzeug, Keramik, Textilien oder Palm Kandis herstellen. Zudem hilft Fair Gift ihnen bei der Verpackung und dem Export der Waren und informiert sie in regelmäßigen Workshops über Fairhandels-Themen.

Designentwicklung und Fortbildung

Fair Gift unterstützt in Designfragen und in der Produktentwicklung. Eine der Kunsthandwerker ist Mrs. Sudha. Sie ist 35 Jahre alt und stellt Papierlampenschirme her. Ihr Einkommen ist das Haupteinkommen der Familie. Heute bildet sie auch andere Kunsthandwerker in der Technik der Herstellung der Lampenschirme aus.

Nepal

Shangrila Agro World Pvt. Ltd.

Im Osten Nepals, nahe der Grenze zum indischen Darjeeling, liegen die Teegärten der Kanchanjunga Kooperative. Durch die Kooperative werden auch die Teebauern aus den weit abgelegenen Gebieten Nepals erreicht, die dadurch vom Fairen Handel profitieren können. Vermarktet und exportiert werden die Tees von unserem Handelspartner Shangrila. Die Reise zu den Teegärten ist eine kleine Expedition: Mit Miniflieger, Bussen und einer Wanderung durch die Berge werden sei erreicht. Unterhalb der Teegärten, etwa eine halbe Stunde von der Straße entfernt, liegt die Teefabrik. Die Teeblätter werden zu Fuß über den kleinen Trampelpfad in 50 kg Säcken zur Fabrik gebracht. Etwa 180 Bauern beliefern die Teefabrik. Nach mehreren Jahren des Verzichts auf Pestizide sind alle Pflanzungen nun auf biologischen Anbau umgestellt und zertifiziert. Die Tee-Bauern erhalten von der Kooperative subventionierte Grundnahrungsmittel wie Reis und Salz. Außerdem werden seit 2005 Kühe an Familien ausgegeben. Deren Milch wird auf dem lokalen Markt verkauft und der Dung für die Teegärten genutzt. Die Kooperative stellt den Teeverarbeitern zudem kostenfrei eine Unterkunft und sorgt für eine jährliche medizinische Betreuung. Auch der Schulbesuch der Kinder der Teebauern wird durch ein Stipendienprogramm unterstützt.

Purna Kalash Traders

Die Fairhandels-Organisation Purna Kalash Traders schafft es die Landbevölkerung Nepals durch Arbeit von der Landflucht abzuhalten. Dafür werden sowohl Kunsthandwerks- als auch Lebensmittelproduzenten unterstützt. Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit und die Nutzung heimischer Rohstoffe sind dabei auch für die Produzenten von äußerster Wichtigkeit. Die nepalesische Fair-Trade-Organisation Purna Kalash Traders wurde im Jahre 1978 von einer Gruppe junger Männer gegründet mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Es sollen Produkte aus einheimischen und nachwachsenden Rohmaterialien für den Export geschaffen werden. Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Prinzipien für die Produzenten von Purna Kalash Traders. Die Arbeit darf weder gesundheitsgefährdend sein, noch dürfen sonstige Eingriffe Natur und Umwelt belasten. Die Produzenten stammen zumeist aus sehr armen Verhältnissen. Ein Großteil unter ihnen sind alleinstehende Frauen, Menschen mit Behinderung, Familien und kleine Kooperativen, die im ganzen Land verstreut leben. Viele sind auf die Herstellung eines bestimmten Produktes spezialisiert. Die Produktion findet in den Eigenheimen der Produzenten statt. Vor allem für alleinerziehende Frauen besteht so die Möglichkeit, die Ausübung einer bezahlten Tätigkeit mit der Betreuung ihrer Kinder zu verbinden. Außerdem kann Purna Kalash Traders den Produzenten eine Vorfinanzierung für den Erwerb der Rohmaterialien garantieren. Des Weiteren ist ein Fonds gegründet worden, der den Familien für kleinere Belange kurzfristig Geld zur Verfügung stellen kann. Außerdem finden Designberatungen statt, damit die Produzenten auf wechselnde Trends in den Käuferländern reagieren können. Sollte eine technische Beratung notwendig sein, wird auch diese von der Organisation geleistet. Die Produzenten fertigen verschiedenes nepalesisches Kunsthandwerk an und produzieren Ayurveda-Tee. Die Verarbeitung von Filz hat in Nepal eine lange Tradition und sichert vielen Einheimischen das Überleben. Die Produzenten liefern ihre fertigen Produkte ab und erhalten einen Stücklohn. Qualitätskontrolle, Versandvorbereitung und Export finden im organisationseigenen Gebäude statt. Bei der Herstellung des nepalesischen Ayurveda-Tees werden die Lehren von Harmonie und Gleichgewicht zwischen Körper, Geist, Seele und Umwelt mit einbezogen. Hergestellt werden die Tees von einem kleinen Familienunternehmen mit zwei Angestellten in Lalitpur in Nepal. In einer kleinen ayurvedischen Pharmazie stellen Yogendra Gopal Vaidya und seine Mitarbeiter aus gesammelten Kräutern Teemischungen her, in denen sich die einzigartigen Düfte und Aromen des Himalayas entfalten. Die Rezepte für die Mischungen stammen von Yogendras Vater. Die ayurvedische Pharmazie führt die Familie bereits in der 23. Generation und kann so auf einen reichen Wissensschatz zurückblicken. Yogendra arbeitet nicht nur für den Export, sondern betreibt vor allem eine ayurvedische Apotheke, in der er eine Vielzahl von Kräutermischungen, Pillen und Tinkturen anbietet.

Indonesien

Profil Mitra Abadi

Unser Handelspartner PT. Profil Mitra Abadi (PMA) ist eine Entwicklungsagentur und Exporteur mit Sitz in Tangerang bei Jakarta auf der Insel Java in Indonesien. Das Ziel von PMA ist die Entwicklung von Kleinbauerngemeinschaften. Um die Entwicklung von Kleinbauern und den Gemeinschaften zu fördern, werden sie von PMA in Workshops in Qualität und Zertifizierung weitergebildet. Mit ihrer Mission, das Bewusstsein der indonesischen Bauern und Unternehmer in Bezug auf das große Potenzial der Lebensmittelerzeugnisse Indonesiens zu stärken, schafft PMA Perspektiven. Um das Wohl der Bauern zu verbessern, werden sie bei der Umstellung auf biologischen Anbau und Fairen Handel unterstützt. Zusammen mit den Bauern werden Methoden entwickelt, die Pflanzen biologisch anzubauen, sodass internationale Standards eingehalten werden. Dadurch soll nicht nur das Wohl der Bauern und der Umwelt verbessert werden, sondern auch die Qualität der Ernten und der Verarbeitung.

Libanon

FTTL Fair Trade & Tourism Lebanon s.a.l.

Fair Trade Lebanon hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionale libanesische Spezialitäten ausfindig zu machen und deren Anbau, Qualität und Vermarktung zu fördern. Die Organisation arbeitet mit Kleinbauern-Kooperativen und Familienunternehmen zusammen und bietet den Produzenten Beratung und Unterstützung. Fair Trade Lebanon wurde 2006 gegründet und ist zurzeit das größte Fairhandels-Unternehmen des Libanon. Die Organisation schafft ein neues Bewusstsein für den Wert der einzigartigen landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Libanon, sowie für die traditionellen Anbautechniken und Rezepte. Die Organisation möchte durch ihre Arbeit Wüstenbildung, Landflucht und Armut bekämpfen. El Puente bezieht landestypische Hülsenfrüchte und Getreideprodukte wie Kichererbsen, Rote Linsen und Bulgur von der Fairhandels-Organisation. Die Produzentengruppen verkaufen ihre Produkte meist auf dem einheimischen Markt. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation des Libanon ist der Export von Nahrungsmitteln für kleine Produzentengruppen schwierig zu realisieren. Deshalb organisiert Fair Trade Lebanon den Export. Auch die Weiterverarbeitung der Produkte wird oftmals von Fair Trade Lebanon koordiniert und ermöglicht eine erweiterte Wertschöpfung. Durch Fair Trade Lebanon werden auch Frauenkooperativen und Kleinproduzenten in entlegenen Regionen Libanons ein tragfähiges Wirtschaftsmodell geboten.

Sri Lanka

PODIE

PODIE ist eine Exportorganisation, die 1974 in Indien gegründet wurde. PODIE besteht aus zehn Produzentengruppen mit insgesamt 900 Mitgliedern, die Bio-Gewürze kultivieren. Der Frauenanteil in den Produzentengruppen beträgt etwa 50 %. Stärkung von Frauen
Bei PODIE sind über 50 Mitarbeiter beschäftigt. Junge Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen arbeiten als Vollzeitangestellte in der Gewürzverarbeitung am Sitz der Organisation in Negombo. Die Angestellten verdienen mehr als das Doppelte des regionalen Mindestlohnes. Soziale Leistungen für die Produzenten
Allen Angestellten stehen eine kostenlose Gesundheitsvorsorge sowie Behandlungen in den örtlichen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung. Für eine Altersrente ist ebenfalls vorgesorgt; entsprechend eines Sparplanes zahlen sowohl die Arbeiter selbst als auch die Organisation in eine Art Rentenkasse ein, deren Beiträge den Angestellten ab dem 55. Lebensjahr zur Verfügung stehen. Auch haben die Produzenten Einfluss auf die wichtigen Entscheidungen der Organisation. Die einzelnen Gruppen wählen jeweils einen Repräsentanten, der ihre Interessen im Ausschuss vertritt. Erfolgreiche Umstellung auf Bio-Anbau
Ein großer Erfolg für PODIE war es, als die Organisation 2006 nach einem längeren, von El Puente begleiteten Umstellungsprozess die Bio-Zertifizierung erlangt hat. Die Gewürze und Kräuter stammen von einer Gesamtanbaufläche von etwa 314 Morgen Land. Der Anbau erfolgt in Mischkulturen und die Bearbeitung der Flächen manuell. Die Verarbeitung erfolgt in Negombo. Die Gewürze werden gereinigt und gewaschen, und dann mit Hilfe einer Solaranlage getrocknet. Anschließend müssen sie sortiert bzw. abgemischt und fachgerecht verpackt werden. Vor der endgültigen Verpackung für den Export erfolgt noch eine abschließende Qualitätskontrolle.

Bio Foods

Im Südwesten Sri Lankas liegt das sogenannte Kokosdreieck – eine Region, die für den Anbau von Kokospalmen bekannt ist. Hier arbeitet unser Handelspartner Biofoods: In einer kleinen Fabrik stellen die Mitarbeiter aus frischen Bio-Kokosnüssen die Produkte wie Kokosmilch, Kokosöl oder Kokosraspel her. Biofoods vermarktet aber auch andere biologische Produkte von Kleinbauern, wie zum Beispiel Tee. Das Familienunternehmen Biofoods ist einer der Pioniere im Bereich der Verarbeitung von Kokosprodukten nach Fair Trade-Standards. Alle Kokosnüsse, die Biofoods verarbeitet, bauen Kleinbauern in Mischkulturen an. Sie sind Mitglieder von zwei Kooperativen: SOFA (Small Organic Farmers' Association) und MOPA (Marginalized Organic Producers' Association). Beide Kooperativen engagieren sich in hohem Maße für ihre Mitglieder, zum Beispiel durch die Unterstützung beim ökologischen Landbau und durch Gesundheitsprojekte.

Thailand

Sang Arun

Sang Arun bedeutet auf Deutsch „Sonnenschein“. Im Norden Thailands beschäftigt der Keramik-Familienbetrieb Sang Arun mehr als 150 Angestellte, die meisten sind Frauen. Mit der Arbeit soll vor allem die Landflucht bekämpft werden. Der Familienbetrieb Sang Arun ist 1976 von einem Keramikmeister gegründet worden. Neben den Familienangehörigen sind heute über 150 Personen bei Sang Arun beschäftigt. Die Angestellten kommen aus der Gegend um die Stadt Lampang. Die Region ist für hochwertige Kaolin-Tonerde und daraus gefertigtes Kunsthandwerk über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Doch die Landbevölkerung lebt in großer Armut. Viele Menschen zieht es in der Hoffnung auf einen höheren Verdienst und bessere Lebensbedingungen in die größeren Städte. Die meisten von ihnen werden enttäuscht. Sang Arun hat es geschafft, den Menschen in ihrer Heimat feste Arbeitsverträge und einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Etwa 90 % der Angestellten sind ältere Frauen, die mit ihrem Lohn maßgeblich zum Unterhalt ihrer Familie beitragen. Neben dem Angebot einer Tagesbetreuung für die Kinder der Frauen, erhalten die Angestellten im Alter Pensionszahlungen. Weiterhin vergibt Sang Arun im Rahmen einer Begabtenförderung Stipendien für die Kinder der Angestellten.

Afrika

Südafrika

TopQualiTea

TopQualiTea South Africa (TQT) ist eine südafrikanische Marketing- und Exportorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bio-Produkte ihrer Mitglieder zu fairen Preisen zu vermarkten und damit eine Beitrag für eine gerechteren Handel zu bereiten. TQT wurde 2005 gegründet, um die Vermarktung und einen reibungslosen Export der Bio-Tees aus Fairem Handel zu gewährleisten. Die Rooibos- und Honeybusch-Tees werden von Kooperativenmitgliedern angebaut und weiterverarbeitet. Die kleine Organisation hat nur vier Mitarbeiter und schafft es dennoch zwei Produzentengruppen mit insgesamt etwa 150 Bauern und Produzenten, die sonst keinen Zugang zum internationalen Markt hätten, durch ihre Arbeit zu stärken.

Turqle Trading

Ziel der südafrikanischen Fairhandels-Organisation Turqle Trading ist es, die lokale Wertschöpfung zu erhöhen und Arbeitsplätze in Südafrika zu schaffen. Die Organisation hat es geschafft, ein entwicklungsfähiges Handelsunternehmen aufzubauen, das nach den Prinzipien des Fairen Handels arbeitet. Heute ist Turqle Trading eine Marketing- und Exportorganisation, die mit über zehn unabhängigen Produzentengruppen zusammenarbeitet und mit 500 festen Mitarbeitern. Fast 70 % davon sind Frauen. Turqle Trading ist ein aktives Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO). Die Tätigkeiten der Produzenten reichen von Anbau über Verarbeitung bis hin zu einfachen Arbeiten für Ungelernte. Wachstum durch Handel, Verantwortung, Transparenz und Zukunftsfähigkeit gehören zu den entscheidenden Kriterien der Organisation. Die Mission von Turqle Trading: Nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und dadurch zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen vor Ort beizutragen. Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen will die Organisation Perspektiven aufzeigen, wie Produzenten ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können. In den verschiedenen Produzentengruppen werden Kräuter- und Gewürzmischungen, Kräutersalze, Kochsaucen und Tapenaden, Essig und Öle hergestellt. Die dafür benötigten Zutaten stammen zum Teil aus eigenem Anbau, der Rest wird zugekauft. Auf Nachfrage erhalten die Produzentengruppen bis zu 50 % zinsfreie Vorfinanzierung. 5 % des Umsatzes zahlt die Organisation in einen Fairhandels-Fonds, der den Produzentengruppen für soziale Investitionen sowie für Entwicklungsprojekte zur Verfügung steht. In der Zusammenarbeit mit den Produzentengruppen setzt Turqle Trading auf langfristige Kooperationen und hält sich an Grundsätze wie eine regelmäßige Bestellung, pünktliche Bezahlung sowie eine direkte und offene Kommunikation.

Wedgewood Nougat

Wedgewood Nougat ist ein Familienbetrieb aus Hilton/Merivale KwaZulu Natal in Südafrika. Der Betrieb schafft es, eine verbesserte Lebensperspektive für seine Mitarbeiter zu ermöglichen und sich für Bildungschancen für Kinder aus den Townships einzusetzen. Gilly Walters, Gründerin von Wedgewood Nougat, bereitete eines Tages für geladene Gäste Nougat zu. Dieser war so beliebt, dass sie anschließend begann, ihn auf dem lokalen Bauernmarkt zu verkaufen. Heute beschäftigt Wedgewood Nougat rund 40 Angestellte, darunter einige Familienangehörige sowie Zulus aus der näheren Umgebung. Auch das Management beteiligt sich an der Produktion. Alle Angestellten erhalten eine monatliche Gewinnbeteiligung und werden dazu ermutigt, sich an allen anstehenden Entscheidungen zu beteiligen und ihr Mitspracherecht zu nutzen. Alle Mitarbeiter beginnen jeden Tag gemeinsam mit einem Lied und einem Gebet. Gilly Walters hatte zu Beginn ihrer Arbeit die Vision, einen zukunftsfähigen Betrieb zu schaffen, dessen Philosophie von Innovation, Kreativität und hervorragender Qualität geprägt ist. Dieses Modell verfolgt Wedgewood Nougat heute erfolgreich und hat damit Vorbildcharakter für das gesamte Umfeld. Persönliche Entwicklung, individuelle Bedürfnisse, ein guter Ertrag sowie faire Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Arbeitsambiente stehen im Mittelpunkt der Unternehmensführung. Wedgewood Nougat sieht seine Aufgabe und soziale Verantwortung auf zwei Ebenen. Zunächst liegt der Fokus auf einer verbesserten Lebensperspektive für die eigenen Mitarbeiter. Ist dieses Ziel erreicht, soll die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung des Unternehmens auf die Kinder des Townships und die Schaffung besserer Bildungschancen für sie ausgeweitet werden. Weiterhin leistet das Familienunternehmen Aufklärungsarbeit zum Thema AIDS. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, während ihrer Arbeitszeit Kranke in AIDS-Kliniken zu besuchen. Sie erhalten außerdem tägliche kostenlose Vitaminrationen, um ihr Immunsystem zu stärken. Alle Angestellten nehmen an den staatlichen Sozialversicherungsprogrammen teil.

Ägypten

SEKEM

Als Fairhandels-Organisation in Ägypten produziert SEKEM bio-faire Lebensmittel und Textilien. Mit einem ganzheitlichen Ansatz bietet SEKEM den Produzenten Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildungsangeboten. Als überzeugter Verfechter der biologischen Landwirtschaft gründete Ibrahim Abouleish mit SEKEM eine Organisation, die auf nachhaltige Landwirtschaft setzt und gleichzeitig einen Ort für gesellschaftliches und kulturelles Leben bietet. Nicht weit von Kairo begann er die bis dahin karge Wüste landwirtschaftlich zu nutzen. Heute bildet SEKEM das Dach für viele Produzentengruppen, die nach ökologischen und fairen Standards arbeiten und sowohl Lebensmittel als auch Kunsthandwerk produzieren. SEKEM setzt deshalb auf langjährige Handelspartnerschaften mit seinen Lieferanten. Eine Vorfinanzierung der Produkte wird gewährt. Neben einem angemessenen Lohn haben die Produzenten Zugang zu vielen Sozialleistungen. Schwerpunkte legt SEKEM auf die Gesundheitsversorgung und Bildungsangebote. Die Stiftung ist eine gemeinnützige Einrichtung von SEKEM. Sie unterstützt viele Projekte und Einrichtungen. Dazu gehören ein Kindergarten, eine Schule sowie ein medizinisches Zentrum. Die Kliniken des Zentrums versorgen nicht nur die Mitarbeiter von SEKEM, sondern auch die Bewohner der umliegenden Dörfer. Die SEKEM Stiftung unterstützt auch die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in einer heilpädagogischen Schule. Diese sollen durch ihre Arbeit bei SEKEM eine größtmögliche Selbstständigkeit erlangen.

Kamerun

Kamerunische Kaffeeproduzenten

In der Zentrale in Oku verfügt die Kooperative über alle notwendigen Anlagen und Gebäude zur Trocknung, Weiterverarbeitung, Sortierung und Lagerung des Kaffees. Neben der Bezahlung und der Weiterverarbeitung des Kaffees bietet die Oku Union weitere Aktivitäten für die Mitglieder. Bei den meisten davon handelt es sich um Weiterbildungsmaßnahmen mit verschiedenen Schwerpunkten. So gibt es Mitarbeiter, die bei den Bauern Informationen zum Anbaumethoden und Qualitätssicherung verbreiten. Die Oku Union produziert eine Radiosendung, die wöchentlich ausgestrahlt wird, in der je nach Jahreszeit über Themen wie Erntemethoden, Trocknung, Kaffeepreise oder Düngemitte berichtet wird. Ebenso betreibt Oku eine Coffee Nursery, die Produzenten Kaffeesetzlinge zu Verjüngung der Plantagen zur Verfügung stellt.

Äthiopien

Äthiopische Kaffeeproduzenten

Der Kaffee stammt von äthiopischen Kleinbauern der Kooperativen Oromia und Sidacoop. > OROMIA Eine gemeinsame Vermarktung und Zertifizierung des hochwertigen Kaffees aus Äthiopien, war das Ziel bei der Kooperativen-Gründung der OCFCU. Heute profitieren die Familien vieler Kleinbauern von den garantierten Mindestpreisen für Kaffee im Fairen Handel. Die Oromia Coffee Farmers Cooperative Union (OCFCU) wurde als Reaktion auf die anhaltende Kaffeekrise am Weltmarkt im Jahr 1999 gegründet. Mittlerweile sind in rund 35 Mitgliedskooperativen über 22.000 Produzentengruppen zusammengeschlossen. Diese stehen für insgesamt ca. 200.000 Familien, die von der Arbeit der Kooperative profitieren. Äthiopien gilt als das Ursprungsland des Kaffees, der seinen Namen dem äthiopischen Ort „Kaffa“ verdankt. Der Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig. El Puente importiert von der Kooperative den Oromia-Kaffee in Bio-Qualität. Die Kooperative unterstützt ihre Mitglieder durch die Zahlung fairer Preise. Zudem leistet sie Hilfestellung bei der Umstellung auf einen Mischanbau, um eine Alternative zum Anbau der Sträucher in Monokultur aufzuzeigen. Die Kooperative sieht sich als ein verlässlicher Vermittler, der die Interessen der Kleinbauern vertritt. So möchte die Kooperative eine Einkommenssteigerung für die Kaffeebauern erreichen. Dies wird jedoch bei einer Beibehaltung der hohen Qualitätsstandards und gleichzeitiger Verbesserung der Standards für Nachhaltigkeit angestrebt. Zudem versuchen sie eine Regulierung und Stabilisierung des lokalen Marktes zu erreichen. > SIDACOOP Die Kleinbauern, die sich im Kooperativen-Dachverband der Sidama Coffee Farmers Cooperative Union (SCFCU) zusammengeschlossen haben, produzieren in Äthiopien Hochland-Arabica Kaffee. Beim Export werden sie von der SCFCU unterstützt. Auf einer Höhe von 1.700 - 2.100 Metern wächst der hochwertige Kaffee der Kleinbauern der SCFCU. Mit mehr als 45 Kooperativen und über 70.000 Bauern ist die SCFCU die zweitgrößte Kaffeekooperativen-Gemeinschaft Äthiopiens. Die Ziele von der 2001 gegründeten Kooperative Sidama sind die Einkommenssteigerung der Kaffeebauern, die Erhaltung des Qualitätsstandards, die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Kaffeeproduktion. Außerdem wollen sie die Regulierung und Stabilisierung des lokalen Marktes erreichen. Die SCFCU stellt die Zahlung gerechterer Preise an die Bauern sicher, bietet den Kleinbauern Qualitätstrainings und -prüfungen und unterstützt bei den Planungen zur Erhöhung der Kaffeemenge, die über den Fairen Handel abgesetzt werden kann.

Kongo

Kongolesische Kaffeeproduzenten

Die Kooperative Muungano Coffee Cooperative baut den Bio-Kaffee für den Café Liberté an. Die vulkanischen Böden um den Kivu-See in der Demokratischen Republik Kongo auf über 1480 m Höhe bieten beste Anbaubedingungen für diesen außergewöhnlichen Kaffee mit unvergleichlichem Geschmack. Dabei sind der Kooperative der ökologische Anbau und eine hervorragende Qualität des Kaffees wichtig. Vor allem aber legen die Mitglieder Wert auf eine Gleichberechtigung von Frauen und haben dafür spezielle Workshops ins Leben gerufen. Muungano bedeutet auf Suaheli „Miteinander“. Die Kooperative vereint verschiedene ethnische Gruppen, die durch den Krieg getrennt wurden. Ein großes Ziel ist es dabei, Frauen zu stärken. Männer, Frauen und Familien werden auf die ungerechte Behandlung von Frauen aufmerksam gemacht. Bei Muungano werden Kaffeebäuerinnen gezielt zu Führungspersonen ausgebildet und darin bestärkt aktive Rollen in der Kooperative einzunehmen. In Workshops namens „Gender Action Learning System“ (GALS) werden Frauen sensibilisiert und bestärkt. El Puente unterstützt Kleinbauern und Kooperativen bei der Umstellung auf Bio-Anbau. In meist langjährigen Prozessen werden die Bauern sensibilisiert und in Workshops weitergebildet. So lernen die Bauern, Dünger selbst herzustellen und sparen dadurch nicht nur Geld, sondern schützen auch ihre Gesundheit und die Umwelt. Deshalb wird der Kaffee des Café Liberté in Bio-Qualität angebaut.

Ruanda

Ruandische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von ruandischen Kleinbauern der Kooperative Kopakama und wird vom Kooperativen-Dachverband Misozi exportiert. Die ruandische Kaffee-Kooperative Kopakama hat sich im Westen Ruandas, nahe dem Kivu-See zusammengeschlossen. Ein besonderes Augenmerk der Kooperative liegt auf der Förderung von Frauenprojekten und der Versöhnung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Kopakama ist eine Kaffee-Kooperative, die sich dem Kooperativen-Dachverband Misozi angeschlossen hat. Der Name „Misozi“ bedeutet Hügel, und nimmt Bezug auf das Landschaftsbild der Region. Kaffeebauer Speciose Baziruwiha erzählt El Puente: „Für uns ist Kaffee mehr als nur eine Pflanze. Kaffee ist unsere Haupteinkommensquelle, unser Wohlstand unsere Sicherheit. Heute können wir unseren Kaffee direkt verkaufen, daher wollen immer mehr Bauern unserer Kooperative beitreten.“ Der Faire Handel unterstützt die Kooperative und damit die vielen Bauern, die mit dem Anbau, der Ernte, der Verarbeitung und dem Export ihres einzigartigen Kaffees ihr Leben selbst finanzieren können. Hervorragende klimatische Bedingungen an den Hängen der Hochgebirgsausläufer sowie der vulkanische Boden sorgen für eine langsame Reifung der Kaffeekirschen und somit für einen reichhaltigen Geschmack und ein volles Aroma. Auf einer Höhe von 1500 bis 2200 m kultivieren die Kleinbauern hauptsächlich die Varietät Bourbon.

Teaimporters. Inc.

Sorwathe ist eine Teefabrik in Ruanda. Vor Ort, Im Norden Ruandas, können die Teebauern der Assopthe-Kooperative, ihre grünen Teeblätter unter fairen Bedingungen und in Bio-Qualität weiterverarbeiten lassen. Wie in der Kooperative, wird auch in der Teefabrik nach den Kriterien des Fairen Handels gearbeitet. Durch Umsetzung sozialer und infrastruktureller Projekte werden sowohl die Mitarbeiter, als auch die Dorfgemeinschaft unterstützt. Als erste private Teefabrik in Ruanda begann Sorwathe seine Arbeit 1975. Heute ist die Teefabrik eine der größten im Land und beschäftigt über 600 Mitarbeiter in der Fabrik für die Weiterverarbeitung, die Administration, etc. Monatlich werden Treffen organisiert, in denen Vertreter der Mitarbeiter und des Managements gemeinsam entscheiden, wofür die Fairhandels-Prämien eingesetzt werden. Dabei werden Bildungsangebote für die Produzenten und ihre Kinder genauso ernst genommen wie Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung der Rohstoffe vor Ort. Auch auf die Qualität des Tees wird großen Wert gelegt. Im Laufe der Jahre konnte eine hervorragende Teequalität erzielt werden und die Erntemengen konnten kontinuierlich gesteigert werden.

Tansania

Tansanische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von der Kagera Coop. Union (KCU), eine Kaffee-Kooperative in Tansania. Die Geschäftsstelle von Kagera Coop. Union (KCU) liegt in Bukoba, wo etwa 40 Angestellte und sechs Komitee-Mitglieder arbeiten. Die KCU konzentriert ihre Arbeit seither auf Kaffeeproduzenten in drei Distrikten in der Kagera-Region: Bukoba, Muleba und Misenye. Insgesamt zählt die KCU heute ca. 50.000 Mitglieder, die jährlich rund 9.000 Tonnen Kaffee produzieren. Die Mitgliedschaft in der Kooperative gilt dabei für die ganze Familie. Etwa 15 % der Ernte werden zur Herstellung von Instant-Kaffee in Bio-Qualität verwendet. Der Kaffee wird in den Dörfern der Region Kagera an über 120 Sammelstellen zusammengeführt. Tansania ist das einzige afrikanische Land, das Fertigkaffee vermarktet. Um das zur Herstellung von Instant-Kaffee notwendige Kaffee-Extrakt zu gewinnen, müssen die Bohnen zunächst geröstet und nach dem Abkühlen sofort gemahlen werden, damit die während des Röstvorgangs freigesetzten ätherischen Öle nicht verfliegen. Bei der Sprühtrocknung wird das flüssige Konzentrat im Heißluftstrom zerstäubt und den Tröpfchen der Wassergehalt entzogen, bis nur noch feine Pulverteilchen zurückbleiben. Dieses als veraltet geltende Verfahren verbraucht deutlich weniger Energie als die Gefriertrocknung. Einen Qualitätsunterschied gibt es nicht.

Nordamerika

Guatemala

Guatemaltekische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von Kleinbauern der Kooperative AMNSI aus Guatemala. Nach dem Ende des über 30 Jahre andauernden Bürgerkrieges vor Ort, entschied sich eine aus Santiago Atitlan stammende Gruppe von Ex-Guerilleros für einen Neuanfang mit einer gemeinsamen Kooperative. Damit sollten die Ideale, für die sie einst gekämpft hatten, in einem zivilen Leben weitergeführt werden. Die Organisation, die sie dafür gründeten, nannten sie Asociacion Maya Nuevo Sembrador Integral (AMNSI). Nach intensiver Diskussion entschieden sich die Bauern, den Kaffee-Anbau als langfristige Aktivität zu verfolgen. Durch die Arbeit der Kooperative erhalten die rund 60 Mitgliedsfamilien nicht nur eine neue Lebensgrundlage, sondern es wird auch ein Beitrag für die Unterstützung der gesamten Gemeinde Santiago Atitlan geleistet. AMNSI engagiert sich im politischen und sozialen Leben der Gemeinde. So startete die Kooperative die Initiative „Schule ohne Wände“, deren Ziel es war, die Alphabetisierung im ländlichen Raum voranzutreiben. AMNSI verhalf Kindern der Kooperative mit kleinen Bildungsstipendien zu einer allgemeinen Schulbildung. Auch ein Mikrokreditprogramm zählt zu den Maßnahmen, durch die die Kooperative versucht, die Menschen wirtschaftlich zu unterstützen. Die Exportmenge des Kaffees konnte in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Angebaut wird der Bio-Arabica Kaffee in einer Höhe von rund 1.200 Metern, wo er im Halbschatten von Avocadobäumen reift. Die Mitglieder der Kooperative bringen nach der Ernte den Kaffee in die Lagerhalle von AMNSI, wo der Kaffee im schonenden Nassverarbeitungsverfahren aufbereitet wird, bevor er exportiert werden kann.

Mexiko

Mexikanische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt aus der Zusammenarbeit mehrerer Kooperativen aus Mexiko. Yeni Navan Eine Kooperative ist Yeni Navan. In der Sprache der Zapotekein bedeutet Yeni Navan „ständiger Sonnenaufgang, Tagesanbruch, Aufbruch“. Die gleichnamige Kooperative entstand 1985 durch den Zusammenschluss indigener Bevölkerungsgruppen mit Unterstützung der katholischen Kirche. Mixteken, Mixes, Chinanteken, Chatinos und Zapoteken sprechen jeweils andere Sprachen, daher wird innerhalb der Organisation die Landessprache Spanisch gesprochen. Die Bio-Kaffee Produzenten hatten sich zusammengeschlossen um unabhängig von Zwischenhändlern zu werden, die oftmals den Kaffeepreis manipulieren. Vermehrt werden auch Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen und Hirse kultiviert. Die Bewirtschaftung erfolgt nach den Regeln des Wanderfeldbaus - dem regelmäßigen Wechseln von Anbauflächen zum Schutz der Böden. Zudem werden schon Kinder und Jugendliche durch eine spielerische Herangehensweise an den ökologischen Landbau herangeführt. UPCTIZ Die Unión de Productores Campesinos „Tierra Indigena Zapoteca“ (UPCTIZ) ist eine Kooperative von Kaffee-Bauern, die im Süden Mexikos hochwertigen Arabica-Kaffee anbauen. Die Kooperative legt Wert auf eine gemeinschaftliche Arbeit der Mitglieder. Die Fairhandels-Prämie nutzen sie zur Erneuerung der Pflanzen auf den Feldern. Kaffeepflanzen müssen regelmäßig neu gepflanzt werden. Derzeit breiten sich durch den Klimawandel Kaffee Krankheiten wie der Kaffee-Rost (Roya) auch in höhere Lagen aus. Dementsprechend werden nun Kaffee-Pflanzen gezüchtet, die möglichst resistent sind. Außerdem haben Sie ihre Infrastruktur verbessert und ein Transportfahrzeug angeschafft, um den Kaffee transportieren zu können. Sierra Azul Die Kooperative Sierra Azul baut Arabica Kaffee nach fairen und ökologischen Kriterien an. Im Hochland des mexikanischen Bundesstaates Chiapas reifen die Kaffeekirschen der über 100 Kleinbauern. Die Mitglieder der Kooperative legen einen besonderen Schwerpunkt auf die Qualität des Kaffees. Durch die Vermarktung des Kaffees in den Fairen Handel können soziale Projekte gefördert werden. Dieser tragen zur Ernährungssicherheit der Produzenten und ihrer Familien bei. Sie erhalten ebenfalls Unterstützung durch Gesundheitsprogramme und Schulungen zu Themen wie der Stärkung von Organisationen, dem Klimawandel oder zu Fairem Handel. Die Kooperative verfügt über eine Baumschule, in der sie Kaffeejungpflanzen züchten, die resistenter gegenüber Kaffeekrankheiten sind, denn diese breiten sich durch den Klimawandel stark aus. Die meisten Kooperativen-Mitglieder sind noch sehr jung. Das ist eine Besonderheit, denn viele mexikanische Kooperativen leider eher unter Nachwuchsmangel. Neben der Pflanzenerneuerung widmet sich die Kooperative einem weiteren Projekt: der Bienenkultur.

Nicaragua

Nicaraguanische Kaffeeproduzenten

Wir beziehen unsere Kaffees aus Nicaragua von verschiedenen Kleinbauern-Kooperativen. Soppexcca Unser Bio-Kaffee aus Nicaragua stammt u. a. von der Kooperative Soppexcca (Sociedad de Pequenos Productores Exportadores de Café). In der Basiskooperative sind etwa 700 Kleinbauern organisiert, die durch den Fairen Handel profitieren. Bei Qualität, Nachhaltigkeit und sozialen Leistungen setzt Soppexcca Maßstäbe und wurde dafür schon mehrfach ausgezeichnet. Soppexcca hat ihr Büro in der Stadt Jinotega, der "Kaffeehauptstadt" Nicaraguas, im Norden des Landes. Die einzelnen Kleinbauern-Kooperativen liegen weit verstreut auf durchschnittlich 1200 Metern Höhe. Außergewöhnlich ist auch, dass es eine Geschäftsführerin gibt: Fátima Ismael hat in der Frauenfrage viel bewegt. Viele Frauen sind wegen Fátima eingetreten, die sich gegen ihre männlichen Kollegen durchzusetzen weiß. Soppexcca hat schon immer viel Wert auf die Steigerung der Kaffeequalität gelegt und unterhält ein Testlabor mit renommierten Kaffeetestern, die den Mitgliedern bei der Qualitätsverbesserung in den Pflanzungen und bei der Verarbeitung helfen. Dank des höheren Preises für den Kaffee haben die Kaffeeproduzenten von Soppexcca nicht nur ausreichend zu essen. Sie unterstützen auch Projekte, von denen auch Nichtmitglieder profitieren, wie etwa durch den Bau einer neuen Schule, damit die Kinder nicht mehr eineinhalb Stunden zum Unterricht laufen müssen. Für das Engagement für die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen der Schul- und Erwachsenenbildung, Umwelt und Gesundheit hat Soppexcca den Nachhaltigkeitspreis des US-amerikanischen Spezialitätenkaffee-Verbandes SCAA erhalten. Cosatin Der Kooperativenverband Cosatin - Tierra Nueva (Cooperativa de Servicios Agropecuarios Tierra Nueva) hat seinen Sitz im Städtchen Boaco im gleichnamigen Departement, das etwa 80 km nordöstlich von Managua liegt. 480 Kleinbauern hatten sich 1997 zusammengeschlossen, um ihre Ernte gemeinsam zu vermarkten. Cosatin hat inzwischen rund 600 Mitglieder. Sie leben recht verstreut in kleinen Gemeinden auf 500 bis 1400 Metern Höhe. Cosatin produziert für den Export Kaffee und Honig. Beide Produkte stammen ausschließlich aus biologischem Anbau. Daneben werden Mais, Bohnen, Zitrusfrüchte, Bananen und Kakao für den Eigenbedarf, zum Teil auch den lokalen Markt, angebaut. Viele Mädchen und Jungen in Nicaragua lernten trotz offizieller Schulpflicht weder lesen noch schreiben. Für die Kinder der Cosatin-Bauern ist das inzwischen anders: Sie haben nicht nur ausreichend zu essen, sondern besuchen auch alle eine Schule. Aus dem Mehrpreis des fairen Handels werden außerdem Stipendien finanziert, die einigen Mitgliedern ein agrarwissenschaftliches Studium ermöglichen. Miraflor UCA Miraflor (Unión de cooperativas Héroes y Mártires de Miraflor) ist eine genossenschaftliche Organisation aus zwölf Basiskooperativen. Inzwischen hat Miraflor über 400 Mitglieder und mehrere Festangestellte. Als sie 1990 gegründet wurde, drehte sich alles um das Thema Landrechte und Umweltschutz. Heute kümmert sich die Organisation vor allem um die Vermarktung des Bio-Kaffees im Fairen Handel. Nachhaltiger Anbau von Kaffee ist ihnen weiterhin wichtig. Dabei bieten sie auch gemeindebasierten Ökotourismus an, bei denen Guides Interessierten die Anbaugebiete zeigen. Die Fairhandels-Prämien werden für soziale Projekte eingesetzt wie beispielsweise für Bildungs- und Ausbildungsprogramme oder Investitionen in Stipendien und Gesundheitsprojekte. La Providencia Die Mitglieder der Kooperative La Providencia bauen ihren Kaffee an den Hängen des Kilambé an, des zweithöchsten Berges Nicaraguas. Mit der Fairhandelsprämie werden u. a. Sozialfonds finanziert, aus denen Kinder von Mitgliedern beim Schulanfang unterstütz werden. Kleine Pakete mit Schulmaterial statten sie mit dem Nötigsten aus. In Notsituationen von Mitgliedern, können aus dem Fonds auch medizinische oder Begräbniskosten gezahlt werden. In dem kleinen Laden der Kooperative können Waren für den Alltag oder für den landwirtschaftlichen Bedarf zu geringeren Preisen gekauft werden. Guardabarranco Guardabarranco ist der Wappenvogel Nicaraguas und verdeutlicht für die Kooperative ihren Fokus auf den Schutz der Umwelt und die Bewahrung der natürlichen Lebensräume von Vögeln. Die Kooperative ist noch jung und wurde 2010 gegründet. Die 50 Mitglieder unterstützen sich gegenseitig und die gemeinsame Arbeit ist charakteristisch für die Kooperative, bei der sich die Mitglieder bei der Ernte gegenseitig helfen. Durch die Prämien konnten bereits hilfreiche Investitionen getätigt werden. So konnte beispielsweise ein eigenes Gebäude für die Kooperative gebaut werden, in der Versammlungen stattfinden. Auch Fahrwege konnten ausgebessert werden. Diese waren in einem sehr schlechten Zustand und konnten in der Regenzeit gar nicht befahren werden.

Kuba

Kubanische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt u. a. von der kubanischen Kooperative Antonio Maceo. Die Kaffeeverarbeitung, Röstung und Verpackung übernimmt Kave Coffee in der Nähe von Havanna. Die Anfänge der Handelspartnerschaften mit kubanischen Akteuren entstanden während der Handelsblockade der USA. Aus diesem Grund suchte Kave Coffee immer nach Möglichkeiten für andere internationale Kooperationen. Die Produkte sollten bekannt gemacht, verkauft und dadurch die Divisen erwirtschaftet werden, welche für die soziale Entwicklung des Landes wichtig waren. Das staatliche Unternehmen kauft frischen, ausgewählten Rohkaffee von den Kooperativen in der Sierra Maestra und lässt ihn in der Cubita-Rösterei in der Nähe Havannas veredeln. Alle Angestellten der Rösterei haben feste Arbeitsverträge und sind meist schon langjährig hier beschäftigt. Eine der Kooperativen, von der Kave Coffe den Rohkaffee bezieht, trägt den Namen Antonio Maceo. Benannt hat sich die staatliche Kooperative nach einem der angesehensten und bekanntesten Guerilla-Kämpfer aus dem 19. Jahrhundert, der Zeit der kubanischen Unabhängigkeitskriege. Die 26 Kaffeebauern aus dem kleinen Dörfchen Bayeta in der Provinz Guantanamo sind ähnlich ehrgeizig wie ihr Vorbild: Von Jahr zu Jahr steigern die Produzenten sowohl die Qualität ihres Kaffees als auch die Quantität. Die bergigen Regionen im Osten des Landes bieten ideale Anbaubedingungen. Für ein langsames Reifen braucht Kaffee kein zu heißes Klima, sondern vielmehr das gemäßigte klimatische Umfeld der mittleren Hanglagen. Regen, Wind und der Wechsel der Temperaturen tragen dazu bei, dass die Kaffeekirschen hier das richtige Aroma entwickeln.

CIMEX

Honduras

Honduranische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von Kleinbauern der Kooperative COMBRIFOL (Cooperativa Mixta Brisas de La Frontera) in Honduras. Im Hochland, nahe der Grenze zu El Salvador, haben sich etwa 600 Kaffeebauern zu der Kooperative zusammengeschlossen. In der Region Marcala finden sie ideale Anbaubedingungen für die Arábica-Bohnen. Die reifen Früchte der Kaffee-Pflanzen werden ausschließlich handverlesen und sonnengetrocknet. Die Bauern sind stolz auf ihren besonderen Kaffee. Dank seiner Qualität ist der Café DO Marcala einer der ersten Kaffees in Lateinamerika, der durch eine Herkunftsbezeichnung (Denominación de Origen) geschützt wurde. Um dieses Qualitätsmerkmal zu erhalten, durchläuft der Kaffee eine besonders sorgfältige Auslese und strenge Kontrollen vom Anbau bis zum Endprodukt. Die Kleinbauern von COMBRIFOL können durch diese besondere Kaffeequalität gerechtere Preise erzielen. Zusätzlich erhalten sie Prämienzahlungen aus dem Fairen Handel, die sie für Gemeinschaftsprojekte und Investitionen in die Zukunft der Kooperative verwenden. Neben dem Kaffeeanbau legen die Bauern von COMBRIFOL Wert darauf, ihr Land möglichst vielfältig zu nutzen und sich neben dem Kaffeeanbau auch alternative Einkommensquellen zu erschließen. Daher bauen sie auch Obst, Mais und Bohnen an, züchten Fische und stellen Honig her.

El Salvador

Salvadorianische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von Kleinbauern der Kooperativen Las Lajas aus El Salvador. Die Kooperative Las Lajas liegt in der salvadorianischen Region Sonsonate, eingebettet zwischen dem Nationalpark Cerro Verde, den drei Vulkanen Santa Ana, Izalco und Cerro Verde und dem Coatepeque-See. Hier wird auf 1.300 Metern Höhe Bio-Kaffee angebaut. Die Kooperative wurde 1980 gegründet, als im Zuge der Agrarreform der Besitz eines Großgrundbesitzers an Las Lajas überschrieben wurde. Die ehemaligen Landarbeiter_innen stellen nun die 200 Mitglieder. Ein Viertel davon sind Frauen. Sehr am Herzen liegt der Kooperative die Versorgung der 30 "Rentner", die auf eine kleine Rente zählen können unterstützt durch die Fairhandels-Prämie. Das Land gehört allen gemeinsam und wird gemeinschaftlich bearbeitet. Dafür bekommen alle Mitglieder einen Lohn ausgezahlt. Die Kooperative stellt ihnen außerdem noch eine kleine Parzelle für den Anbau von Lebensmitteln zum Eigenverbrauch zu Verfügung. Aber auch für die Menschen aus der Umgebung, die in Projekten der Kooperative arbeiten, wird gesorgt: sie erhalten ebenfalls ein Stückchen Land für die Selbstversorgung. Bedingung dafür ist eine umweltverträgliche Nutzung des Landes und die Pflege der Wälder. Auch in die Gesundheitsversorgung und die Infrastruktur investierte die Kooperative. Der überwiegende Teil des Einkommens der Kooperative stammt aus dem Kaffeeanbau. Die Kooperative hat auch einen 20-Kilo-Röster, in dem die eigene Marke Lajamaya geröstet wird. Aber auch Milch, Obst und Gemüse für den lokalen Markt werden produziert.

Europa

Deutschland

Niehoffs Kaffeerösterei GmbH

El Puente Hersteller

El Puente importiert nicht nur fair gehandelte Produkte aus Asien, Afrika und Lateinamerika, sondern lässt auch sogenannte Mischprodukte sowie Kaffee in Deutschland weiterverarbeiten. Um Ware möglichst umweltfreundlich und kostengünstig zu importieren, kooperiert El Puente mit anderen Fairhandels-Organisationen.

Kooperation: Logistik
El Puente kooperiert beim Import mit anderen Fairhandelsorganisationen in Deutschland und im europäischen Ausland. Der Grund: Um möglichst umweltschonend und kostengünstig Ware zu importieren, ist es sinnvoll einen Container komplett auszulasten. Da das nicht immer möglich ist, nutzen wir gemeinsam mit anderen Fairhandelshäusern einen Container, damit er voll wird.

Sortimentsaustausch
Eine weitere Möglichkeit bei zu geringen Mengen ist der Sortimentsaustausch. Ein Beispiel: Unser Bedarf an Rosinen ist zu niedrig, als dass es sich für uns lohnen würde, die Rosinen selbst importieren. Daher beziehen wir sie vom Importeur Oxfam, der größere Mengen einkauft.

Mischprodukte
El Puente lässt sogenannte „Mischprodukte“ in Deutschland herstellen. Mischprodukte sind Lebensmittel, die aus mehreren Zutaten bestehen wie z.B. Kekse. Die Rohstoffe für den Keks stammen von verschiedenen Kontinenten – beispielsweise Kakao aus Bolivien und Nüsse aus Indonesien. Somit ist eine Herstellung im Erzeugerland nicht möglich. El Puente führt daher die einzelnen Zutaten in Deutschland zusammen und lässt die Weiterverarbeitung zum Endprodukt von einem bio-zertifizierten Betrieb in Deutschland durchführen. Da Zutaten wie Mehl oder Vollmilchpulver nicht aus Fairem Handel erhältlich sind, stammen diese von regionalen, bio-zertifizierten Betrieben.

Kaffee
Für spezielle Geschmackskompositionen lassen wir bei der Kaffee-Rösterei Niehoff Kaffees aus verschiedenen Ländern mischen. So erhöhen wir die Vielfalt in unserem Kaffeesortiment und können so möglichst viele Kundengeschmäcker ansprechen.

EL PUENTE GmbH

Südamerika

Bolivien

Coronilla

Coronilla ist ein Unternehmen aus Bolivien, das biologisch angebaute Agrarprodukte wie Quinoa verarbeitet und im Rahmen des Fairen Handels exportiert. Coronilla arbeitet in Bezug auf soziale, wirtschaftliche und umweltpolitische Aspekte nachhaltig. Der Grund: La Coronilla lebt eine Philosophie der Gleichstellung. Das Ziel von Coronilla: Sämtliche Mitarbeiter der Produktionskette an den Gewinnen im Unternehmen beteiligen und den Lebensstandard eines Jeden verbessern. Mehr als die Hälfte der Angestellten sind Frauen. Sie erhalten vielfältige Förderungen wie Gesundheits- und Hygienekurse sowie Trainings zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins oder Aufklärung über ihre Rechte. Das Besondere: La Coronilla setzt vor allem auf den Multiplikatoreneffekt bei den Angestellten. Mehrere Menschen mit Behinderung sind fest im Unternehmen angestellt. Dazu gehören auch Gehörlose. Um mit ihnen kommunizieren zu können, sind die Mitarbeiter Coronilla aufgefordert, die Grundlagen der Gebärdensprache zu beherrschen. Dazu bioetet Coronilla auch Schulungen an. Der Lohn der Angestellten liegt mindestens 30 % über dem nationalen Mindestlohn, Überstunden werden doppelt vergütet. Alle Mitarbeiter sind sozialversichert und erhalten zusätzliche Leistungen wie beispielsweise eine Krankenversicherung für ihre Familien.

El Ceibo

El Ceibo ist unser bolivianischer Partner, von dem wir unseren Kakao beziehen. El Ceibo wurde 1977 gegründet und ist ein Zusammenschluss von rund 50 Kooperativen mit insgesamt über 1.000 Mitgliedern, hauptsächlich kleine Bauernfamilien indigener Abstammung. Die Kleinbauern kultivieren neben Kakao auch Mais, Bohnen und unterschiedlicher Gemüsesorten für den Eigenbedarf. Die Kooperative vergibt zinsfreie Mikrokredite und berät die Bauern bei ihrer Arbeit, zum Beispiel wie sie gegen Krankheiten bei den Kakaopflanzen vorgehen können. Jede Kleinbauernfamilie bewirtschaftet etwa zwölf Hektar Land. Die Haupterntezeit des Kakaos ist in Bolivien von Mai bis Juli. Nach der Ernte der Kakaoschoten müssen diese sofort verarbeitet werden: Der Fermentationsprozess, bei dem die frischen Samen in großen Behältern gesammelt und stetig gewendet werden, findet sofort vor Ort statt. Er dauert etwa acht Tage. Auch die anschließende, etwa fünftägige Sonnentrocknung der Kakaobohnen nehmen die Bauern in den einzelnen Kooperativen selbst vor. Jede Mitgliedskooperative bestimmt einen verantwortlichen Aufkäufer, der die gesamte Ernte zur zentralen Sammelstelle El Ceibos in Sapecho überführt. Hier sorgen die Produzenten dafür, dass die Kakaobohnen gereinigt und auf die richtige Restfeuchte heruntergetrocknet werden, die für die Weiterverarbeitung erforderlich ist. Von hier aus werden die Kakaobohnen mit dem eigenen LKW weiter nach El Alto zur Kakao- und Schokoladenfabrik El Ceibos transportiert: Hier wird die Kakaomasse für den Export produziert und es werden Schokoladentafeln für den bolivianischen Markt hergestellt. El Ceibo ist der Name eines heimischen Urwaldbaums, der auch nach der Rodung noch neue Triebe produziert: ein Symbol für den unbesiegbaren Überlebenswillen, den die Mitglieder der Kooperative seit Jahrzehnten demonstrieren.

Bolivianische Kaffeeproduzenten

Der Kaffee stammt von bolivianischen Kleinbauern der Kooperativen Union ProAgro und Bio Arabica.

UNION PROAGRO

Bio-Kaffee aus den Anden

Die Union PROAGRO (UNIÓN DE PRODUCTORES AGROPECUARIOS) ist ein Zusammenschluss von Aymaras und Quechuas aus den Anden Boliviens. Sie bauen Arabica-Kaffee unter ökologischen Gesichtspunkten ohne chemischen Dünger oder Pestizide an.

Kaffee-Anbau schafft Perspektiven

Die Mitglieder der Kleinbauerngemeinschaft PROAGRO leben in der bolivianischen Provinz Caranavi, am Rande eines Drogenanbaugebietes in Nor Yungas. Der Union gehören rund 210 Kaffeebauern an, davon ca. 46 Frauen. Die Situation der Bauern und ihrer Familien, die einst aus dem Hochland zugewandert sind, ist häufig durch extreme Armut gezeichnet. Durch das Kaffee-Projekt werden ihnen die Möglichkeiten eines legalen Anbaus aufgezeigt.

Beratung für Kaffeebauern

Die Kooperative berät die Kleinbauern und gibt ihnen technische Unterstützung bei Produktionsfragen und sorgt für eine gemeinsame Vermarktung des Bio-Kaffees. Die Kaffee-Pflanzungen liegen in drei verschiedenen Klimazonen auf einer Höhe von 800 bis 1.600 Metern.

Von der Kirsche bis zum Export

Bei der Verarbeitung des Kaffees wurde auf die Anschaffung teurer technischer Geräte verzichtet: Die Kleinbauern verarbeiten ihren Kaffee auf den Fincas auf traditionelle und ökologische Weise. In einfach konstruierten, handbetriebenen Schälmaschinen werden die Kaffeekirschen von der fleischigen Schale befreit. Die Trocknung erfolgt anschließend auf hochgestellten Drahtgeflechten. Der Rohkaffee wird danach mit dem LKW nach El Alto bei La Paz gebracht und dort in der organisationseigenen Anlage für den Export vorbereitet.

Bio Arabica

Junge Kaffeebauern gründen Kooperative

Bio Arabica ist im doppelten Sinne eine junge bolivianische Kooperative: Zum einen, weil die 35 Mitglieder ein Durchschnittsalter von 33 Jahren haben, was im Kaffeeanbau sehr ungewöhnlich ist, und zum anderen, weil die Kooperative erst im Jahr 2013 gegründet wurde. 35 % der Kaffeebauern sind Frauen.

Qualitäts-Kaffee auf 4,5 Hektar

Der Kaffee wächst in den Regionen Calama, Nogalani und in der Provinz Caranavi auf einer Höhe von 1350 bis 1700 Metern. Jeder Kaffeebauer besitzt sein eigenes Stück Land von etwa 4,5 ha auf dem er Kaffee anbaut. Die Haupternte ist Juni und Juli: Kaffee-Kirschen der Sorten Catuai, Mondo Novo, Caturra und Criollos werden in Handarbeit gepflückt. Die Bauern haben die Sorten nach ihrer Resistenz gegenüber Krankheiten und für eine hervorragende Kaffee-Qualität ausgesucht. Neben Kaffee bauen sie auch Obst und Gemüse für den Eigenbedarf an. Auf dem lokalen Markt vermarkten sie Zitrusfrüchte, Bananen oder Mais.

Demokratische Organisation der Kooperative

Zweimal jährlich treffen sich die Mitglieder zu Versammlungen. Eingeladen wird vom Vorstand der Kooperative, der immer für drei Jahre gewählt ist. Auch über die Verwendung der Fairhandels-Prämie wird gemeinschaftlich entschieden.

Bio-Anbau: Ein Beitrag zum Umweltschutz

Die produzierenden Familien erhalten technische Unterstützung, eine Ausbildung in der Produktion, der Verarbeitung sowie der Vermarktung von Kaffee. Durch den ökologischen Anbau leistet Bio Arabica einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und schützt die Umwelt. Gewinne werden in den Kaffee-Anbau reinvestiert.

Brasilien

Copermate

Brasilianische Kleinbauern haben sich im Bundesstaat Paraná zur Produktionseinheit COPERMATE zusammengeschlossen. Sie verarbeiten und exportieren Matetee. Die Verarbeitungsanlage befindet sich im Gemeinschaftsbesitz von etwa 200 Siedlern. Über 600 Kleinproduzenten aus der Region beliefern sie. Die Siedler gehören zur Movimento Sem Terra (MST), der Bewegung der brasilianischen Landlosen. Seit vielen Jahren kämpfen sie für eine gerechte Agrarreform und eine Umverteilung des Landbesitzes in Brasilien. Neben der Produktion von Matetee setzt sich Copermate aktiv für soziale Projekte in der Region ein und unterstützt mit den Einnahmen die politischen Ziele der MST. Die brasilianische Landlosenbewegung MST entstand Mitte der 80er Jahre. Zu dieser Zeit besaßen rund 10% der Bevölkerung in Brasilien 80% des Landes. Große Besitztümer lagen brach oder wurden kaum produktiv genutzt. Auf der anderen Seite standen Millionen Brasilianer, die keine Möglichkeit hatten, selbst Land zu erwerben und dieses zu bewirtschaften. Die Landlosenbewegung forderte daher eine gerechte Agrarreform und eine Umverteilung des Landbesitzes. Da diese Forderungen von der Politik nicht umgesetzt wurden, entwickelte MST eine wirksame Form, den landlosen Kleinbauern zu helfen: Durch organisierte Besetzungen und Besiedlungen des ungenutzten Landes erlangten hunderttausende Familien gesetzlich abgesicherte Landrechte. Für den konsequenten Einsatz erhielt MST 1991 den Alternativen Nobelpreis. Kern der politischen Bewegung MST sind die neu gegründeten Siedlungen der Landbesetzer, die sogenannten "Assentamentos". Sie gelten als sozialer Ort, an dem die Rechte der Menschen auf Land, Ernährung und Bildung gewahrt werden. Die Siedler bewirtschaften die von ihnen besetzte Fläche gemeinsam. Landesweit wurden in den Assentamentos über 100 landwirtschaftliche Kooperativen gegründet, die verschiedene Produkte herstellen. Die Produktion wird zu einem großen Teil für den Eigenbedarf verwendet, so dass die Siedlungen ein hohes Maß an Unabhängigkeit von steigenden Lebensmittelpreisen erreicht haben. Vielerorts konnte die MST auf dem besetzten Land inzwischen professionelle Verarbeitungsanlagen aufbauen. Dieser Schritt war sehr wichtig für die Bewegung: Er beweist, dass eine wirtschaftliche und zugleich sozial verträgliche Nutzung der zuvor brachliegenden Flächen möglich ist. Der Verkauf und Export der Produktion der MST trägt zur Unabhängigkeit der Bewegung bei und ist zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden, mit dem die Verwirklichung der politischen Ziele unterstützt wird. Heute, etwa dreißig Jahre nach dem Beginn des Kampfes der Landlosen in Brasilien, bestehen die ungleiche Verteilung des Landbesitzes und die soziale Ungerechtigkeit im Land weiter fort. Die MST organisiert regelmäßig Demonstrationen und betreibt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, um der Forderung nach mehr Gerechtigkeit in Brasilien Gehör zu verschaffen.

Kolumbien

Kolumbianische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von kolumbianischen Kleinbauern des Netzwerks „RedEcolsierra“. In dem Netzwerk haben sich 36 gemeinnützige Initiativen von Bauernfamilien indigener und afro-kolumbianischer Abstammung organisiert. Die Mitglieder bauen Bio-Kaffee in schonenden Mischkulturen an. Außerdem kultivieren viele Mitglieder auch Kakao, Rohrzucker, Früchte und Gemüse. Einige betreiben zudem eine eigene Honig-Produktion. Ecolsierra stellt den Kleinbauern technische Beratungen, Schulungen und materielle Unterstützung für Anbau, Produktion und Handel zur Verfügung. Da die einzelnen Kooperativen teils sehr weit voneinander entfernt liegen, wählen ihre Mitglieder Vertreter in den Vorstand. Auf diese Weise nehmen die Produzenten demokratisch an Entscheidungsprozessen teil. Beispielsweise legen die Kooperativen selbst fest, wofür die Prämienzahlungen aus dem Fairen Handel investiert werden. In eigener Verantwortung sorgen die Bauern so für eine Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Kinder.

Paraguay

Manduvira Ltda.

Die Bauern der paraguayischen Kooperative Manduvira aus der Region Arroyos y Estaros in Paraguay bauen Zuckerrohr und Sesam in Bio-Qualität an. Auch die Weiterverarbeitung vor Ort ist bio-zertifiziert. Durch Instandsetzung sanitärer Anlagen oder medizinische Versorgung profitieren die Bauern und die lokale Umgebung vom Fairen Handel. Die Kooperative Manduvira wurde 1975 gegründet und zählt heute über 1.000 Mitglieder. Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr und Sesam. Sowohl Anbau als auch die Weiterverarbeitung sind bio-zertifiziert. Der Zucker aus Paraguay versüßt verschiedene Naschprodukte von El Puente. Die Bauern der Kooperative und die lokale Umgebung profitieren vom Fairen Handel. Manduvira realisiert verschiedene soziale Gemeinschaftsprojekte wie beispielsweise den Bau und die Besetzung eines medizinischen Versorgungspostens, Beschaffung von Arbeitsgeräten und Maschinen oder Instandsetzung sanitärer Anlagen. Alle Beteiligten erhielten einen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Allen Mitgliedern stehen verschiedene Kurse, Workshops und Weiterbildungsseminare zur Verfügung. Ein Teil der Fairhandels-Prämie wird den Bauern bar ausgezahlt. Die Kooperativenmitglieder entscheiden zusammen, was mit den Prämien realisiert werden soll. Demokratische Grundstrukturen sichern eine gute Organisation der Kooperative - sowohl die internen Abläufe betreffend als auch die Kontakte nach außen. Dank des Fairen Handels ist den Mitgliedern der Kooperative der große Schritt vom Rohmaterial-Produzenten hin zum Weiterverarbeiter und Exporteur gelungen. Andrés Gonzales, der Direktor der Zuckergenossenschaft Manduvira: „Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber wenn wir es schaffen, den Menschen in unserer Region ein besseres Einkommen und auch eine Perspektive für die Jugend zu bieten, dann ist das ein kleiner Beitrag zu einer besseren Welt. Unsere Vision ist eine ‚Bio-Region’, in der ausschließlich biologische Landwirtschaft betrieben wird, und dies wird aus-strahlen auf die Nachbarregionen.“

Australien & Ozeanien

Papua Neuguinea

Papua-neuguineische Kaffeeproduzenten

Dieser Kaffee stammt von Kleinbauern der Kooperativen Yha Hauka und Unen Choit in Papua-Neuguinea. Die Mitglieder der einzelnen Kooperativen haben sich in einer nur schwer zugänglichen Region in Papua-Neuguinea zusammengeschlossen haben, um ihren Kaffee gemeinsam zu vermarkten. Yha Hauka Kopi zählt heute mehr als 300 Mitglieder, von denen ein Großteil bio-zertifiziert ist. Da die Produzenten selbst noch nicht in der Lage sind, ihren Kaffee zu exportieren, erfolgt die Vermarktung des Bio-Kaffees über Niugini Coffee & Spices, einer Servicegesellschaft für die Kommunen der Morobe-Provinz. Unen Choit hat komplett auf biologischen Anbau umgestellt. Die Kooperative hat eine ausgeprägte Diskussionskultur, bei der sich viele Mitarbeiter aktiv einbringen. Der Faire Handel ermöglicht der Kooperative u. a. eine neue Gesundheitsstation zu errichten. Die größte Herausforderung für die Kooperativen besteht darin, den Kaffee, nachdem er getrocknet ist, schnellstmöglich zu verschiffen. Die hohe Luftfeuchtigkeit in weiten Teilen des Landes sorgt ansonsten dafür, dass die grünen Bohnen wieder an Feuchtigkeit gewinnen. Trotz der schwierigen Verhältnisse aufgrund unzureichender Infrastruktur schaffen es die Bauern, ihre Ernte rechtzeitig aus dem Hochland zum Hafen von Lae zu transportieren, damit er verschifft werden kann.