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Feinster Kaffee aus Fairem Handel für Genießer

Papua-Neuguinea

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Yha Hauka

pg3 Yha Hauka In der Gegend von Aseki, einer unzugänglichen Region der Morobe-Provinz, haben sich viele kleine Kaffeebauern zur Gesellschaft Yha Hauka Kopi zusammengeschlossen. Yha Hauka Kopi zählt heute mehr als 300 Mitglieder, von denen ein Großteil bio-zertifiziert ist. Da die Produzenten selbst noch nicht in der Lage sind, ihren Kaffee zu exportieren, erfolgt die Vermarktung des Bio-Kaffees über Niugini Coffee & Spices, einer Servicegesellschaft für die Kommunen der Morobe-Provinz. Aufgrund der stark ansteigenden Nachfrage nach biologisch angebautem Kaffee haben die Gesellschafter Yha Haukas Abnahmeverträge mit einigen Kleinbauern ihrer Nachbarschaft geschlossen. Somit ist es ihnen nun möglich, auch größere Anfragen zu bedienen. Sie sind bemüht, die Vorzüge des biologischen Anbaus im Kreise ihrer Mitglieder weiter zu propagieren und zu fördern, um eine Ausweitung der Bio-Anbauflächen aktiv voranzutreiben.

Die größte Herausforderung für Yha Hauka besteht darin, den Kaffee, nachdem er einmal getrocknet ist, schnellstmöglich zu verschiffen. Die hohe Luftfeuchtigkeit in weiten Teilen des Landes sorgt ansonsten dafür, dass die grünen Bohnen wieder an Feuchtigkeit gewinnen. Trotz der schwierigen Verhältnisse aufgrund unzureichender Infrastruktur schaffen es die Bauern, ihre Ernte rechtzeitig aus dem Hochland zum Hafen von Lae zu transportieren, um sie von dort aus nach Deutschland zu schicken.

Highlands Organic Agriculture Cooperative (HOAC) 

In den Hochlagen der Eastern Highland Province liegt die Region Purosa, 93 km südwestlich der Provinzhauptstadt Goroka. Hier haben sich über 2600 kleine Kaffeebauern zur Kooperative HOAC zusammengeschlossen, um ihre Position auf dem Exportmarkt zu verbessern. Ideale Anbauvoraussetzungen sowie die ausschließlich manuelle Pflege der Kaffeepflanzen erlauben die Produktion einer großen Sortenvielfalt traditioneller Arábica-Kaffees von herausragender Qualität. Die hohen Niederschlagsmengen und der reichhaltige vulkanische Boden der Region sorgen für besonders ertragreiche Ernten.
Insgesamt profitieren etwa 12.000 Menschen vom Kaffeeanbau in der Region Purosa. Die Familien der Kaffeebauern stammen aus 32 Dorfgemeinschaften. Sie leben im Wesentlichen von der Subsistenzwirtschaft, nur Kaffee wird für den Verkauf angebaut und ist somit ihre einzige Ertragsquelle. Bevor es den Zusammenschluss in der Kooperative HOAC gab, war jeder Bauer selbst für den Transport seiner Ernte verantwortlich. Mit schweren Säcken auf dem Rücken mussten viele Kilometer zurückgelegt werden, um den Kaffee abzuliefern. Heute wird die Ernte aller Bauern mit dem Wagen direkt aus den Dörfern abgeholt. Dies bedeutet eine große Erleichterung für die Kooperativen-Mitglieder.
Die Produzenten haben erfahren, dass sie für eine außergewöhnlich gute Kaffeequalität hohe Preise erzielen können. So haben sich die Bauern der Region Purosa dazu entschlossen, ihren Kaffee bio-zertifizieren zu lassen. Unterstützt werden sie dabei von ihrer Exportorganisation Coffee Connections. Diese entsendet Promotoren in die Anbauregionen, um gemeinsam mit den Bauern Kriterien für eine bestmögliche Kaffeequalität zu entwickeln. Kontinuierliche interne Inspektionen garantieren die Einhaltung der hohen Standards.

Das Land Papua-Neuguinea

Das im pazifischen Ozean gelegene Papua-Neuguinea ist der drittgrößte Inselstaat der Welt. 5,5 Mio. Einwohner repräsentieren über 800 ethnische Gruppen mit fast ebenso vielen Sprachen. Die beiden meist genutzten Sprachen Papua-Neuguineas sind Hiri Motu und die Kreolsprache Tok Pisin, die sich aus dem sogenannten Pidgin-Englisch entwickelt hat.
Die Wirtschaft in Papua-Neuguinea ist stark exportorientiert. Wichtigste Exportgüter sind vor allem Öl, Gas, Gold, Kupfer und weitere Bodenschätze. Dazu kommen landwirtschaftliche Produkte wie Tropenholz, Kaffee, Kakao, Kopra und auch Fisch. Trotz der reichhaltigen Bodenschätze des Landes behindern die geographischen Bedingungen und die mangelnde Infrastruktur die wirtschaftliche Entwicklung, ebenso wie Korruption und der Konkurrenzkampf zwischen Politikern und den Anführern der verschiedenen Klans. Das dominierende Prinzip der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe zieht sich durch alle staatlichen und privaten Strukturen und erschwert demokratische politische Aktivitäten. Der infolge des Klimawandels steigende Meeresspiegel bedroht die Existenz tausender kleiner Inseln. Die Versalzung des Bodens und häufig überschwemmte Felder lassen die Ernten knapp werden. Trotzdem arbeiten über 70% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Mangelnde Bildung lässt ihnen oftmals keine andere Wahl. Der Handel zu fairen Preisen für Lebensmittel und Kaffee erlaubt ihnen ihr Leben selbst zu finanzieren und auf eine bessere Zukunft zu hoffen.
 

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