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Feinster Kaffee aus Fairem Handel für Genießer

Mexiko

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Die Kooperative Yeni Navan - MICHIZA

me8 Yeni Navan Die Kooperative Yeni Navan, was soviel bedeutet wie 'ewiges Licht', entstand 1985 mit Unterstützung der katholischen Kirche durch die Vereinigung von sechs indigenen Stämmen. Heute zählt die Kooperative, die im Bundesstaat Oaxaca zu Hause ist, 1100 Mitglieder in 44 Dorfgemeinschaften. Yeni Navan ist ein multiethnischer Zusammenschluss, dem Produzenten aus unterschiedlichen indigenen Völkern angehören: u. a. Mixteken, Mixes, Chinanteken, Chatinos und Zapoteken. Jedes Volk hat seine eigene Sprache, zur allgemeinen Verständigung wird die Landessprache Spanisch gesprochen. Yeni Navan ist trotz der weiten Entfernungen von mehreren Autostunden und teilweise stundenlangen Fußmärschen zur nächstgelegenen Strasse eine gut organisierte Kooperative. Der Vorstand besteht aus 6 festbezahlten Mitgliedern jeweils eines indigenen Stammes. Alle zwei Monate findet in Oaxaca, der gleichnamigen Hauptstadt des Bundesstaates, eine Versammlung statt, an der die Delegierten der einzelnen Gemeinden teilnehmen. Außerdem gibt es regionale Treffen um kleinere Angelegenheiten zu klären und Promotoren, die in den Regionen den biologischen Anbau dokumentieren und kontrollieren, besuchen die Bauern. Für die Abholung des Kaffees bei den einzelnen Produzenten besitzt die Kooperative mittlerweile auch einen eigenen LKW. Nur für die Trockenverarbeitung müssen sie weiterhin ein beneficio (Anlage zur Trockenverarbeitung) mieten.

Organisación de Productores de Café de Ángel Albino Corzo (OPCAAC)

me8-1 OPCAAC Bodega1 1991 hat das Instituto Nacional Indigenista (Nationales Institut für Belange der Eingeborenen, INI) ein Programm zur Unterstützung von Kaffeeproduzenten gestartet. Um bei der Realisierung dieses Programms mitwirken zu können, ein Mitspracherecht bei der Festlegung und Definition von Normen zu haben, sowie die Transparenz in der Verwaltung und Verwendung der finanziellen Mittel für die Bauern zu gewährleisten, hat sich im gleichen Zuge eine Gruppe von Repräsentanten der verschiedenen Kaffee-Comunidades zusammengeschlossen. Nach Abschluss des Regierungsprogramms hat diese Gruppe für ihren Fortbestand einen rechtlichen Rahmen erhalten und heißt nun seit dem 15. Mai 1995 Organisación de Productores de Café de Ángel Albino Corzo (OPCAAC).
Mithilfe weiteren unterstützenden Geldern von INI sind vor allem Kleinkredite, technische Assistenz und Ausbildung sowie Maßnahmen zum Bio-Anbau und Umweltschutz finanziert worden. Ihre Mission sieht die OPCAAC in einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Gesellschaft und Region, sowie in einer Optimierung ihrer eigenen organisatorischen Strukturen. Sie hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, weitere Absatzmärkte zu gerechten Bedingungen und Preisen zu eröffnen.

Durch die Vergabe von Minikrediten konnten sich die Bauern aus den ausbeuterischen Verhältnissen befreien, weil jetzt die weitere Ernte und Verarbeitung finanziert werden können.
Die Organisation hat in 14 Comunidades 161 Mitglieder, von denen 137 bereits bio-zertifiziert sind und sich weitere 24 in Umstellung befinden.
Die Organisation OPCAAC hat verschiedene Komitees ins Leben gerufen, deren Mitglieder für die Themenbereiche Bildung, Zertifizierung, Bio-Anbau, Qualität, Marketing, Finanzierung, Aufnahme neuer Mitglieder usw. verantwortlich sind. Die wichtigsten Entscheidungen werden auf der Generalversammlung aller Produzenten diskutiert und getroffen.

Die zapatistischen Kooperativen Yachil Xojoval Chulchan, Yochin Tayal Kinal und Ssit Lequil Lum

me Café Libertad Die Kooperativen Yachil Xojoval Chulchan, Yochin Tayal Kinal und Ssit Lequil Lum sind in der Region Oventic im Hochland von Chiapas ansässig. Hier haben sich indigene Gemeinden nach dem Aufstand der zapatistischen Befreiungsbewegung EZLN am 1. Januar 1994 unabhängig organisiert. Mit dem Import und Vertrieb des Kaffees dieser zapatistischen Kooperativen leistet das Café Libertad Kollektiv in Hamburg politische Solidaritätsarbeit mit dem Ziel, die indigenen Gemeinschaften in ihrem Kampf um Würde und Gerechtigkeit zu unterstützen. Gleichzeitig soll der Aufbau einer ökonomischen Alternative gestärkt werden, die auf Erfahrungen der indigenen Bevölkerung, direkter Demokratie sowie Selbstbestimmung und -verwaltung beruht, und die Grundbedürfnisse der Menschen nach ausreichender Ernährung, ärztlicher Versorgung, schulischer Bildung und besserer lokaler Infrastruktur erfüllt. In den Kooperativen handelt es sich um genossenschaftlich organisierte Kleinbauern-Familien, die auf traditionelle Weise ihren Kaffee unter Schattenbäumen organisch-pestizidfrei anbauen. In Handarbeit werden die Kaffeekirschen vom Fruchtfleisch getrennt und in der Sonne getrocknet.

Das Land Mexiko

Die Vereinigten Staaten Mexikos (Estados Unidos Mexicanos) liegen im Norden Amerikas und sind mit ca. 2 Mio. km² Fläche ein Land mit großer landschaftlicher Vielfalt. Das Klima ist geprägt von Regenzeiten im Sommer und Trockenzeiten im Winter. Mexiko hat etwa 100 Mio. Einwohner, von denen allein 9 Mio. in der Hauptstadt Mexiko Stadt leben. In der heterogenen Gesellschaft Mexikos werden 30 Prozent der Bevölkerung zu den indigener Ethnien gezählt. Zu den größten der über 50 indigenen Gruppen sind z.B. die Nahuas, die Zapotecos, die Mixtecos, die Totonacos oder auch die Purépechas zu zählen. Von den vielen verschiedenen indigenen Sprachen werden über 60 seit 2003 als sogenannte Nationalsprachen anerkannt, die Staatsprache in Mexico ist jedoch Spanisch. Die indigenen Gruppen leben größtenteils im Süden des Landes, in den Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca und erwirtschaften ihr Einkommen häufig als Kleinbauern oder als Produzenten von Kunsthandwerk. Hier hat auch der Kaffeeanbau eine lange Tradition. Viele indigene Kleinbauern leben vom Kaffeehandel und sind im hohen Maße vom Verkauf ihrer Bohnen abhängig. Die Kaffeekrise im Jahr 2001 brachte für die Kleinbauern existenzielle Probleme mit sich. Auf Grund des Preisverfalls, sahen sich viele Bauern gezwungen ihre Ländereien aufzugeben und damit auch ihre Identität als Kaffeebauern.
Dank der Zusammenarbeit in Kooperativen und der kontinuierlichen, gerechten Bezahlung des Fairen Handels, ist es Kleinbauern möglich, auch Krisenzeiten zu überstehen. Dies bedeutet, dass durch gerechte Preise und die Förderung von Gemeinschaft ein Leben in Armut verhindert wird und die Bauern im Kaffeeanbaue eine sichere Zukunft finden können.
 

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