zum Inhalt

Feinster Kaffee aus Fairem Handel für Genießer

Kolumbien

Zurück zur Übersicht

Die Asociación Nuevo Futuro

ko2,ko4 ANF Die Kaffeeerzeugergemeinschaft Asociación Nuevo Futuro (ANF – Vereinigung Neue Zukunft) ist ein Zusammenschluss von 140 Familien, deren Heimat die südkolumbianische Region Cauca ist. Jede Familie bearbeitet etwa 2-4 ha Land, einige betreiben neben dem Kaffeeanbau Viehhaltung und Subsistenzwirtschaft. Entstanden ist die ANF im Jahr 1994 als gemeinsame Initiative für Biokaffee von einer Entwicklungshilfeorganisation und den Kaffeeproduzenten. Jedes Mitglied der Vereinigung verpflichtet sich zu schonendem Umgang mit den natürlichen Ressourcen und damit einhergehend zum biologischen Anbau. Ziel der Organisation ist die Förderung des Kaffeeanbaus in einer Region, in der viele Bauern durch Koka- und Mohnanbau in die Abhängigkeit illegaler Drogengeschäfte geraten sind. Alternative ökologische Produktionssysteme werden gefördert, um so eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Eine umfassende Beratung und Schulung der Teilnehmer des Projektes ist dabei essentiell. Kernaspekte sind die Stärkung der traditionellen Kaffeekultur, die Erhaltung und der Schutz der Biodiversität und die Förderung von Mischkulturen. Es existieren Ausschüsse auf lokaler Ebene der ANF, die für die Koordination der anfallenden Arbeiten in den Gemeinden und für die Umsetzung des Bio-Anbaus verantwortlich sind. Des Weiteren gibt es einen zentralen Ausschuss, der zusammen mit den Promotoren der Produzenten die Verwaltung der Produktionsprozesse und der Vermarktung übernimmt. Auf Generalversammlungen entscheiden die Mitglieder gemeinsam über Prozessabläufe, Auswertungen, Programmentwicklung usw. Ein internes Inspektionssystem sichert die Einhaltung der o. g. Kriterien, damit die jährliche Überprüfung des Zertifizierers Biolatina positiv verläuft.

Asociación de Mujeres Campesinas de Cajibío ASOMUCA

ko2,ko4 ASOMUCA ASOMUCA ist in der Gemeinde Cajibío ansässig, die zum Bezirk Cauca mit der Hauptstadt Popayán gehört. In Kolumbien leben etwa 85% der Bevölkerung auf dem Land. Die ethnischen Gruppen Páez und Guámbianos stellen die indigene Minderheit von knapp 3%. Die Vereinigung ASOMUCA zählt derzeit 91 Mitglieder mit einem Frauenanteil von 56%. Jedes Mitglied bewirtschaftet durchschnittlich 0,75 ha; die Erntezeit liegt zwischen März und Juli.
Die Urspünge ASOMUCAs gehen auf das Jahr 1984 zurück, als die Frauen begannen, gemeinschaftlich Ananas auszusäen, worauf wenig später die ersten Verkäufe getätigt werden konnten. Von den Organisationen CORFAS und ASPROME sind ASOMUCA Kredite für die Ausweitungen der Pflanzungen zur Verfügung gestellt sowie Schulungen erteilt worden.
Im Jahr 2003 sind 37 bio-zertifizierte Kaffeeproduzenten zum Projekt hinzugestoßen. Mikrokredite ermöglichten eine Verbesserung ihrer Infrastruktur für die Nass- und Trockenverarbeitung sowie den Kauf von Material und Werkzeugen für den Kaffeeanbau.
Von 2005 bis 2007 wurde das Projekt „Produktion, Weiterverarbeitung und Export von Bio-Kaffee“ durchgeführt. Neben den angestrebten Qualitätsverbesserungen sollte auch der biologische Anbau ausgeweitet werden und das Niveau des Fachwissens über nachhaltige Bewirtschaftung mit den traditionellen Techniken des Bio-Anbaus angehoben werden. Alle Mitglieder haben sich dem biologischen Anbau verschrieben, ebenso wie dem Umweltschutz, einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung, der Minderung sozialer und ökonomischer Konflikte sowie der Reduzierung der Umwelteffekte des konventionellen Anbaus.

Entscheidungen über Ausgaben, Investitionen und Kredite basierend auf den Statuten der Vereinigung obliegen dem Comité de Crédito, das aus der Junta Directiva und einigen weiteren in der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern besteht. Ausgaben werden getätigt für Schulungen in Bio-Anbau, Landwirtschaft und Warenkunde, Zertifizierungen für Bio und FLO, technische Assistenz, interne Inspektionen, Logistikkosten für den Kaffeeaufkauf während der Erntezeit sowie für einen für die Mitglieder eingerichteten Fonds.

Bis zum Jahr 2012 will ASOMUCA die für Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung der zertifizierten Bio-Produkte auf dem nationalen und internationalen Markt gesetzten Nachhaltigkeitsziele vollständig umgesetzt haben. Die ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung der Organisation und der Mitglieder soll durch die Realisierung von Projekten, die die Verbesserung der Lebensqualität der Produzenten und ihrer Familien ermöglichen, gefördert werden. ASOMUCA hat die Praktiken des organischen Anbaus bekannt gemacht, mit dem Ziel, eine landwirtschaftliche Kultur zu etablieren und organisative Prodzesse auf lokaler Ebene in Gang zu setzen.

Juan Tama - Café Tierradentro

ko2 Juan Tama   Juan Tama ist ein Dachverband, der die Entwicklungsinitiativen der Gemeinden Inzá und Páez in der Region Tierradentro koordiniert. Juan Tama übernimmt die Organisation, Durchführung und Stärkung von Entwicklungsprogrammen nach den Grundsätzen von ökonomischer, sozialer und kultureller Nachhaltigkeit. Der Name der Organisation stammt aus der Mythologie der ethnischen Gruppe der Páez vom historischen Führer Don Juan Tama, der auch als Sohn der Sterne bekannt ist und den Donner verkörpert. Tierradentro ist eine Region im Nordosten des Departements Cauca, im Süden Kolumbiens. 75% der dortigen Bevölkerung gehören indigenen Gruppen an. Insgesamt vereinigt Juan Tama 1362 Mitgliedsfamilien und 22 Zusammenschlüsse von Kaffeebauern auf lokaler Ebene, von denen jeweils ein Repräsentant an der Hauptversammlung teilnimmt. 24% der Mitglieder sind weiblich. Juan Tama ist 1992 gegründet worden und fungiert seitdem als Bindeglied zwischen der indigenen Bevölkerung und den Gemeinden.

Café Tierradentro ist ein Projekt, das von der Organisation Juan Tama geplant und realisiert wurde. Kaffee ist das wichtigste Produkt der Region Tierradentro. Neben Kaffee erzielen die Bauern Einkünfte aus dem Anbau von tropischen Früchten, Zuckerrohr, aus der Mastviehzucht sowie aus der Produktion von Kunsthandwerk. Vor allem die jungen Leute wandern jedoch häufig in der Hoffnung auf bessere Einkommensmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven in die Städte ab. Die ersten Aktivitäten Juan Tamas waren auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse der indigenen Bevölkerung ausgerichtet. Heute ist ein Nahziel, das derzeitige Gesundheitsprogramm auszubauen, um eine Beteiligung aller indigenen Familien sowie den Einbezug traditionellen medizinischen Wissens zu ermöglichen. Weiterhin sollen vermehrt Bildungsinitiativen durchgeführt werden, die nachhaltige Vieh- und Landwirtschaft soll ausgeweitet werden, die Bauern werden angehalten, vermehrt Subsistenzwirtschaft zu betreiben und die gesellschaftlichen Strukturen der Dorfgemeinschaft sollen als Fundament der einheimischen Kultur gestärkt werden.

Juan Tama arbeitet mit einem Verwaltungsteam sowie einem Durchführungsteam, das aus Sachverständigen und Promotoren besteht. Die Festangestellten Juan Tamas erhalten im Vergleich zum landesüblichen Mindestlohn bis zu 30% höhere Löhne. Sie nehmen am staatlichen Rentensystem teil und sind entsprechend der gesetzlichen Vorschriften krankenversichert. Die Einnahmen der Organisation verteilen sich auf technische Unterstützung, Investitionen in die Produktionsinfrastruktur, in die Weiterverarbeitung der Kaffeebohne, auf Verwaltungs- und Zertifizierungskosten, die Prämien für den Bio-Anbau sowie Kapital für Aufkauf und Vermarktung. Kontinuierliche Weiterbildung für die Mitglieder erfolgt in den Bereichen Produktionstechnik, Landwirtschaft & Umwelt, Verwaltung und ländliche Entwicklung seitens Juan Tamas oder auch in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.
Juan Tama will auf ein nachhaltiges Bestehen der kulturellen Identität hinwirken, einen Ausweg aus Armut und Diskriminierung finden sowie die traditionellen Sitten und Bräuche der eingeborenen Bevölkerung mit in die Entwicklungsprogramme mit einbeziehen (integrative Entwicklung).

Café Tierradentro

ni2 Las gaviotas Die Haupterntezeiten des Café Tierradentro liegen zwischen November und Januar (40%) sowie zwischen April und Juni (35%). Etwa 1/5 der gesamten Ernte ist zertifizierter Bio-Kaffee. Jeder Produzent bewirtschaftet durchschnittlich 1,25 ha Land, die Organisation insgesamt eine Fläche von 1700 ha. Es wird ausschließlich organischer Dünger verwandt.
Die Samen werden ausgesät. Sind die Jungpflanzen gewachsen, werden sie ausgegraben und verbleiben 3 Monate in Plastiktüten. Anschließend werden sie an ihren Bestimmungsort transportiert. Nach 1,5 Jahren können die Kaffeebauern die ersten Kirschen ernten. Es erfolgt eine regelmäßige Qualitätskontrolle durch die Promotoren Juan Tamas in allen Produktionsschritten.

Jede der 22 lokalen Vereinigungen basiert auf demokratischen Grundstrukturen. Sie alle haben einen gewählten Präsidenten, einen Schatzmeister, einen Geschäftsführer und einen Steuerverantwortlichen. Die Vorstände dieser Vereinigungen bilden die Hauptversammlung der Kaffeeproduzenten von Tierradentro. Insgesamt sind heute 300 der 1362 Mitgliedsfamilien bio-zertifiziert oder in Umstellung.

Der entscheidende Faktore der besonderen Qualität des Kaffees ist die harmonische Komposition aus der Anzahl von Regen- und Sonnentagen, aus Höhe, Schatten, Temperatur, Klima sowie aus dem Neigungswinkel des Bodens.

Das Land Kolumbien

Im Norden Südamerikas liegt Kolumbien. Zwischen 1810-19 wurde es unter der Führung Simón Bolívars zur Unabhängigkeit von Spanien geführt. Zwar wurde es nicht von Kolumbus entdeckt aber 1861 zur Ehre nach ihm benannt. Mit einer Fläche von etwa 1.200.000 km² gehört es zu den größten Kaffeeproduzenten weltweit. Zwischen den Kaffeeplantagen stehen Palmen an denen Bananenstauden wachsen. Kohle, Erdöl und eine Vielzahl anderer Rohstoffe kurbeln Kolumbiens Wirtschaft weiter an. Das Land ist auch bekannt für seine Artenvielfalt, die durch verschiedene Klimazonen und geografische Vielfältigkeit begünstigt wird. Die lange Bergkette Los Andes, liegt im Westen. Die Sierra Nevada im Norden Kolumbiens und gilt mit 5.775m als höchstes Küstengebirge der Erde. Beide Gebiete werden für den Kaffeeanbau genutzt.

Der Alltag der Bevölkerung Kolumbiens wird schon seit Jahrzehnten von Gewalt überschattet. In der Zeit von 1948-53 bekämpften sich Konservative und Liberale in einem gewalttätigen Bürgerkrieg. Dies wurde durch einen Pakt zwischen den Gruppen beendet. Der später folgende, bewaffnete Konflikt zwischen linksgerichteten Guerillatruppen (u.a. FARC), rechtsgerichteten Paramilitärs und der kolumbianischen Armee hat bis heute viele Opfer gefordert.
Trotzdem sind die rund 46 Mio. Einwohner des Landes bekannt für ihre Herzlichkeit und der Freude am Leben. Morgens beginnt der Tag sehr früh mit einem Becher tinto (kolumbianischer Kaffee mit viel Zucker). Schließlich geht die Sonne am Äquator, der durch Kolumbien läuft, auch in der Sommerzeit um 18Uhr unter.
 

Keine Artikel im Warenkorb

Unsere Empfehlung
  €/ 
ko213002

Nuevo Futuro Bio-KaffeeB
17.50 € / kg

 

ko213120

Nuevo Futuro Bio-KaffeeB
4.69 € / Pkg.

 

ko213125

Friedenskaffee BioB
4.69 € / Pkg.

 

ko213123

Nuevo Futuro Bio-KaffeeB
4.69 € / Pkg.