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Feinster Kaffee aus Fairem Handel für Genießer

Haiti

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Der Kooperativen-Dachverband RECOCARNO

ha6 Recocarno 10 Mit dem Ziel der Unterstützung und Stärkung der Kaffee-Kooperativen und zur Verbesserung des Umweltschutzes wurde 1997 die Organisation Recocarno gegründet. Recocarno ist ein Netzwerk von 6 Kooperativen, die im Norden und Nordosten Haitis liegen. In ihr sind mehr als 2500 Bauern und ihre Familien zusammengeschlossen. Recocarno unterstützt die Vermarktung und den Verkauf von Kaffee von hoher Qualität auf dem nationalen und internationalen Markt. Der haitianische Kaffee, überwiegend von Kleinbauern in Mischkultur angebaut, wird von Kennern als qualitativ hochwertige Spezialität geachtet. Der Kaffee wird von den Kooperativen selbst geerntet und verarbeitet. Recocarno fördert den Kaffeeanbau und den Umweltschutz durch verschiedenste Aktivitäten: Durch den Zugang zu Baumschulen, schattenspendende Bäume werden allen Kooperativen zur Verfügung gestellt. Durch die Verwendung von Bio-Dünger und Wiederaufforstung, allein 1998/99 wurden 80.000 Kaffeepflanzen in 16 Schonungen gezogen. Durch Fortbildungsmaßnahmen, insgesamt über 100 Mitglieder aus verschiedenen Kooperativen wurden in der Qualitätskontrolle, in der Neunutzung alter Kaffeeplantagen und in der Herstellung von Bio-Kompost ausgebildet und unterstützt.

Recocarno hat inzwischen gute Beziehungen zu einer Reihe nationaler und internationaler Handelspartner entwickelt: Oxfam, Fedecares und Twin. Sie haben der Organisation geholfen, ihre Ziele zu erreichen und respektieren die Verpflichtung zu guter Qualität. Mittlerweile findet kein Verkauf mehr an Zwischenhändler statt. Die Produzenten setzen jetzt die örtlichen Preise selber fest, die ihnen früher diktiert wurden. Sie liegen über denen der Zwischenhändler. Außerdem haben die Produzenten das Recht, sich in Kooperativen und Netzwerken zusammenzuschließen. Die Prämie wird am Ende der Ernte festgesetzt und entsprechend der Menge, die jedes Mitglied verkauft hat, gerecht unter diesen verteilt.

Das Land Haiti

Der Landesname Haiti kommt aus der Sprache der Taíno, der Ureinwohner und bedeutet „bergiges Land“. Die heutigen etwa neun Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince. Da Haiti lange Zeit vom amerikanischen Festland getrennt war, konnte sich eine relativ große Anzahl an Tieren und Pflanzen unabhängig vom Festland entwickeln. Man schätzt rund 5000 Pflanzenarten, die auf Haiti vorkommen. Doch durch Bodenerosionen ist das so fruchtbare Land seit seiner Besiedlung 1492 um fast 50 % geschrumpft. Der einstige Regenwald war bereits 1990 zu 98 % abgeholzt.

Nach der französischen Kolonialzeit war Haiti der reichste Staat Lateinamerikas. Doch heute zählt es zu den am wenigsten entwickelten Ländern des amerikanischen Doppelkontinents. Zu dieser schwachen Wirtschaft kommt auch noch eine instabile politische Lage mit immer wiederkehrenden Unruhen, weswegen allein im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ihre Heimat verlassen haben. Auf Haiti werden zwei Sprachen gesprochen – haitianisch und französisch. Letzteres hat vor allem im Bildungssektor eine große Bedeutung, sodass Haiti der einzig unabhängige französischsprachige Staat Lateinamerikas ist. Die Sprache Langaj hat nur noch eine religiöse Bedeutung. Alle anderen indigenen Sprachen sind ausgestorben.

Der dicht bevölkerte Agrarstaat Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre – von den rund 9 Millionen Einwohnern müssen etwa 80 % von weniger als 2 US-Dollar am Tag leben. Mehr als Zweidrittel Haitianer im erwerbsfähigen Alter haben keine reguläre Arbeit. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unterernährt (Angabe FAO 2010). Grund hierfür sieht der Entwicklungsökonom Hans-Heinrich Bass in der Verdrängung der Kleinproduzenten in den 80er und 90er Jahren durch Importe von subventioniertem US-amerikanischen Reis und Zucker und die zeitgleiche Förderung von Kaffee- und Mangoplantagen, auch durch und mit Geldern der Entwicklungszusammenarbeit mit den USA. Durch fair gehandelte Lebensmittel und Kunsthandwerk haben die Kleinproduzenten die Möglichkeit ihr Leben zu sichern und ihre Familien zu ernähren.

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