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Die Errungenschaften der cubanischen Revolution, bescheidener Wohlstand, Bildung und Gesundheitsversorgung für alle, sind durch die schlechte Wirtschaftliche Lage Cubas ernsthaft gefährdet. Der Import des Kaffee Cubita soll dazu beitragen, Cuba aus seiner wirtschaftlichen und politischen Isolation herauszuhelfen. Die Firma Cubita gehört zu CIMEX, einem staatlichen Unternehmen, das als Privatfirma handelt und in den letzten Jahren ein durchschnittliches Wachstum von über 20% pro Jahr verbuchen konnte. 10% der Produktion werden für den Export hergestellt. Die Gewinne der Firma CIMEX gehen direkt an den Staat. CIMEX ist eine der wichtigsten cubanischen Firmen. Sie zahlt Sozialversicherungsbeiträge für alle Angestellten und die Gesundheitsversorgung ist generell kostenlos. Das niedrigste Gehalt in der Firma liegt 200% über dem nationalen Mindestlohn. Neben Kaffee und Rum werden auch Zucker, Marmelade und zahlreiche andere Produkte international abgesetzt. EL PUENTE und Oxfam Belgien sind die wichtigsten ausländischen Handelspartner der Firma.
In einer Höhe von 400 - 1200 m über dem Meeresspiegel, liegen die Pflanzungen, die von staatlichen und privaten Kooperativen bewirtschaftet werden. Aus Geldmangel verzichten viele inzwischen auf den Einsatz chemischer Mittel. Nach der Ernte, die zwischen Juli und Februar stattfindet, verkaufen die Kooperativen den Grünen Kaffee zu einem garantierten Festpreis, der der jeweiligen genormten Qualitätsklasse entspricht, an regionale Sammelstellen mit angeschlossener Nassverarbeitungsanlage. Von dort kommt der sogenannte Café pergamino in die zentrale Verarbeitungsanlage La Sierra Maestra, wo er getrocknet, vom Silberhäutchen befreit und sortiert wird. In Havana wird der Kaffee dann in kleinen Mengen sorgfältig geröstet und handabgefüllt, zuerst grob mit Mehlschaufeln, dann fein auf der Waage. Während des gesamten Produktionsprozesses unterliegt er einer strengen Qualitätskontrolle.
Schritte in die Autonomie
Der Kaffee Cubita wird im Ursprungsland geröstet, gemahlen und fertig verpackt. Für Cuba bedeutet die vollständige Abwicklung von Produktion und Verpackung des Kaffees, eine größere Unabhängigkeit von den Schwankungen des Weltmarktpreises, höhere Wertschöpfung im Land und damit höhere Deviseneinnahmen. Das sind Schritte auf dem Weg zu einer unabhängigen Entwicklung, Schritte, die auch vor den hohen Zollschranken in unserem Land nicht haltmachen.
Wir unterstützen die Firma und die Errungenschaften der sozialen Absicherung durch den Vertrieb von des cubanischen Kaffees in Deutschland.
Die Geschichte Cubas ist geprägt vom Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit. Zuerst als spanische Kolonie, später gegen die Besatzungsmacht der USA. Nach der Revolution und Machtübernahme Fidel Castros 1959 brachen die Vereinigten Staaten die diplomatischen Beziehungen zu Cuba ab. Nach weiteren militärischen Interventionen seitens der USA wurde ein vollständiges wirtschaftliches und politisches Embargo gegen Cuba verhängt, das noch heute besteht. Die staatliche Entwicklung des Landes ist geprägt vom Kommunismus. Während einerseits die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten in die Hände der PCC (Kommunistische Partei Kubas) fielen und die Landwirtschaft kollektiviert wurde, verbesserten sich andererseits Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen und sind allen Bürgern zugänglich gemacht worden. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989/90 musste Cuba sowohl auf die umfassende sowjetische Unterstützung als auch auf den Großteil seiner Exportmärkte verzichten. Die Umstände zwangen die Regierung, sich neu zu orientieren und einige Reformen durchzuführen, um damit das Fortbestehen der Republik zu sichern. So wurden in diesem Zuge die Agrarmärkte geöffnet, der Dollarbesitz legalisiert, Joint Ventures mit ausländischen Firmen zugelassen und der Tourismus nachdrücklich gefördert. Damit ist es Cuba auch ohne eine Zusammenarbeit mit den Großmächten der westlichen Welt gelungen, in den vergangenen Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen und Ausbildung, Gesundheitsversorgung und eine Grundversorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Wohnraum zu sichern und zu verbessern. Da das Hauptexportprodukt Cubas der Zucker war, und dieser nun auf dem Weltmarkt mit dem subventionierten Zucker der EU konkurrieren muss, ist die Weiterverarbeitung des Zuckers und die Vermarktung dieser Produkte für die Menschen dort essentiell, um die erreichten sozialen Errungenschaften erhalten und ausbauen zu können.
Drastischer Anstieg der Kaffee-Einkaufspreise auf dem Weltmarkt
Die derzeitige Situation veranlasst den Handel, die ansteigenden Einkaufspreise an Endverbraucher weiterzugeben. Betroffen ist der konventionelle, ebenso wie auch der Faire Handel. Detaillierte Informationen für unsere Kunden haben wir in diesem Dokument zusammen-gestellt:
Ihr kaffee-fair Team