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Die Oromia Coffee Farmers Cooperative Union (OCFCU) wurde im Jahr 1999 gegründet. In 35 Mitgliedskooperativen sind 23.691 Produzentengruppen zusammengeschlossen, die aus insgesamt 112.342 Familien bestehen. Die Organisation wurde als Reaktion auf die anhaltende Kaffeekrise am Weltmarkt ins Leben gerufen, um den hochwertigen Kaffee gemeinsam besser vermarkten zu können und um sich als Zusammenschluss gemeinsam zertifizieren zu lassen. Die Ziele der OCFCU sind die Einkommenssteigerung der Kaffeebauern, die Erhaltung des Qualitätsstandards, die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Kaffeeproduktion und die Regulierung und Stabilisierung des lokalen Marktes. Weiterhin haben sie zum Ziel, ihre Aufgabe, den Bauern und Kunden ein verlässlicher Vermittler zu sein, zufriedenstellend zu erfüllen. Die Union bearbeitet eine Fläche von 35.000 ha und produziert jährlich 21.000 t Kaffee. 90% ihres Kaffees sind sonnengetrocknet. Der von EL PUENTE importierte Oromia-Kaffee ist bio-zertifiziert. Die OCFCU stellt die Zahlung fairer Preise an die Bauern sicher, leistet Hilfestellung bei der Umstellung auf Mischanbau und unterstützt bei den Planungen zur Erhöhung der Kaffeemenge, die über den Fairen Handel abgesetzt werden kann.
Äthiopien gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land zählt 70 Mio. Einwohner, wovon etwa 85% auf dem Land leben. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Mehr als 60% sind Analphabeten und 37% verdienen weniger als US$ 1 pro Tag. Die Lebenserwartung der Äthiopier beträgt 44 Jahre, was hauptsächlich auf die katastrophalen hygienischen Verhältnisse zurückzuführen ist: Ca. 80% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen sanitären Einrichtungen.
Die Hauptstadt der Demokratischen Bundesrepublik ist Addis Abeba. Neben den Amtssprachen Amharisch und Englisch existieren einige Regionalsprachen und über 70 Stammessprachen, was die ethnische Vielfältigkeit des Landes verdeutlicht. Seit 1994 kann in Äthiopien ein Demokratisierungsansatz beobachtet werden. Nach und nach wendet sich die Regierung mit den Beschlüssen kleiner Reformen in Richtung Marktwirtschaft. Ein stark defizitärer Staatshaushalt zusammen mit hoher Deflation, einschneidenden Dürreperioden und einem starken Bevölkerungswachstum verhindern positive Effekte des Wirtschaftswachstums der vergangenen Jahre. Auch der Grenzkrieg mit Eritrea zwischen 1998 und 2000 hat das Land im Entwicklungsprozess wieder weit zurückgeworfen. Zudem muss die Landbevölkerung im Zuge der Kaffeekrise am Weltmarkt um ihr Überleben kämpfen. Kaffee ist Äthiopiens Hauptexportprodukt. Seit Beginn der Krise Mitte der 90er Jahre ist die Exportrate für Kaffee von ca. 70% auf heute etwa 40% gefallen.
Drastischer Anstieg der Kaffee-Einkaufspreise auf dem Weltmarkt
Die derzeitige Situation veranlasst den Handel, die ansteigenden Einkaufspreise an Endverbraucher weiterzugeben. Betroffen ist der konventionelle, ebenso wie auch der Faire Handel. Detaillierte Informationen für unsere Kunden haben wir in diesem Dokument zusammen-gestellt:
Ihr kaffee-fair Team